Rechts bleibt zahlenmäßig vorne — aber links holt dramatisch auf. Die deutschen Sicherheitsbehörden haben die Statistik zur politisch motivierten Kriminalität 2025 vorgelegt. Die Zahlen sind alarmierend.
Neuer Höchststand — zum zweiten Mal in Folge
Mit 85.837 registrierten Straftaten hat die politisch motivierte Kriminalität in Deutschland 2025 erneut einen Höchststand erreicht — knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr, das seinerseits bereits ein Rekord gewesen war. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich die Zahl der Straftaten mehr als verdoppelt, wie das Bundeskriminalamt in seiner Jahresstatistik festhält.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) stellte die Zahlen gemeinsam mit BKA-Präsident Holger Münch vor. „Die linke Szene unterstreicht mit 42 Prozent mehr an Gewalttaten die wachsende Bedrohung, die von ihr ausgeht“, sagte Dobrindt laut dem Bundesministerium des Innern.
Links explodiert — rechts bleibt vorne
Den größten Anstieg verzeichnet die Statistik laut BKA bei politisch links motivierten Taten — insgesamt 13.490 Fälle, das sind 35,3 Prozent mehr als 2024. Bei den Gewalttaten allein beträgt der Anstieg sogar rund 43 Prozent auf 1.087 Delikte, wie das Bundesinnenministerium in seiner Pressemitteilung festhält.
Den zahlenmäßig größten Anteil machen wie in den Vorjahren rechts motivierte Taten aus: 42.544 Fälle insgesamt, davon 1.598 Gewalttaten — ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie ZDF heute unter Berufung auf die BKA-Statistik berichtet. Die aus ausländischen Ideologien gespeisten Gewaltdelikte gingen hingegen laut oe24.at um knapp 28 Prozent auf 704 zurück.
Antisemitismus, Frauenhass, Social Media
Die Zahl antisemitischer Hassdelikte stieg laut oe24.at um fünf Prozent auf 6.548 Straftaten — fast die Hälfte davon im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt, wie BKA-Präsident Münch bei der Pressekonferenz erläuterte. Besonders deutlich war der Anstieg frauenfeindlicher Straftaten: 819 solcher Taten wurden 2025 gemeldet, ein Plus von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Münch nannte als Ursache für den Frauenhass ein sich veränderndes Männerbild — und verwies auf Social-Media-Inhalte als Beschleuniger. Frauenfeindlichkeit diene laut einer BKA-Analyse als „anschlussfähiger Türöffner in den politischen Extremismus.“ Digitale Räume und soziale Medien wirkten dabei als zentrale Radikalisierungsbeschleuniger, so das BKA.
Was die Politik daraus macht
Dobrindt setzt auf härtere Strafen für Gewalt gegen Polizeikräfte und stimmt sich dazu laut oe24.at mit Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) ab. CDU-Fraktionsvize Günter Krings fordert laut oe24.at gesetzliche Altersbeschränkungen für Social Media und effektive Filter gegen Extreminhalte — Plattformen, die nicht kooperierten, seien keine zuverlässigen Marktteilnehmer mehr.
Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic sieht beim Linksextremismus eine klare Lücke: „Es klafft eine gewaltige Differenz zwischen der politischen Lautstärke gegenüber dem Linksextremismus und der Erfolglosigkeit bei dessen Bekämpfung“, sagte sie laut oe24.at — mit Verweis auf jüngste Anschläge auf die Stromversorgung.
Rechts bleibt zahlenmäßig vorne — aber links holt dramatisch auf. Die deutschen Sicherheitsbehörden haben die Statistik zur politisch motivierten Kriminalität 2025
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