4.000 Kilometer statt 2.000: Der Iran hat jahrelang gelogen — und es jetzt bewiesen

4.000 Kilometer statt 2.000: Der Iran hat jahrelang gelogen — und es jetzt bewiesen

Was viele Experten vermuteten, hat der Iran nun militärisch bewiesen: Seine Raketen fliegen weiter als offiziell zugegeben. Am Samstag feuerte Teheran zwei ballistische Raketen auf den US-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean — rund 4.000 Kilometer von der iranischen Küste entfernt. Wie Euronews berichtet, liegt die Basis damit etwa doppelt so weit entfernt, wie Iran seine offizielle Höchstreichweite von 2.000 Kilometern angegeben hatte.

Versprechen gebrochen — und das seit Jahren

Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität ist eindeutig dokumentiert. Wie die Weltwoche festhält, erklärte der jüngst im Krieg getötete Oberste Führer Ali Chamenei 2017, sein Land werde keine ballistischen Raketen mit einer Reichweite von mehr als 2.000 Kilometern entwickeln. Noch kurz vor dem Angriff bekräftigte laut Weltwoche Außenminister Abbas Araghtschi in einem NBC-Interview, der Iran habe sich „bewusst auf eine Reichweite von unter 2.000 Kilometern beschränkt, weil wir von niemandem auf der Welt als Bedrohung wahrgenommen werden wollen.“

Der Angriff auf Diego Garcia macht diese Zusicherung hinfällig.

Keine Treffer — aber eine klare Botschaft

Wie Tagesspiegel und CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte berichten, versagte eine der beiden Raketen in der Luft, die zweite wurde von einem US-Zerstörer abgefangen. Diego Garcia wurde nicht getroffen. Die strategische Aussagekraft bleibt trotzdem erheblich: Wie bluewin.ch und der Tagesspiegel berichten, gilt der Angriff unter Analysten als Demonstration militärischer Fähigkeiten, die weit über einen regionalen Konflikt hinausgehen.

Nahost-Experte Nawaf al-Thani fasst es laut Tagesspiegel prägnant zusammen: „Die eigentliche Frage ist nicht, ob die Rakete abgefangen wurde. Eine Reichweite von 4.000 Kilometern verändert die Lage grundlegend.“

Berlin, Paris, Rom — im Bedrohungsradius

Israelischer Generalstabschef Ejal Zamir zieht daraus eine weitreichende Schlussfolgerung. Wie der Tagesspiegel berichtet, erklärte er: „Diese Raketen sind nicht dafür bestimmt, Israel zu treffen. Berlin, Paris und Rom sind alle im direkten Bedrohungsradius.“ Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nutzte den Angriff, um Europa zur Seite der Kriegskoalition zu drängen.

Militärexperte Fabian Hoffmann gibt laut ZDF heute allerdings Entwarnung: Ein koordinierter Angriff auf Europa sei nicht realistisch — es fehle an Geld, Technik und dem strategischen Interesse, Europa direkt in den Krieg hineinzuziehen. Zudem seien iranische Raketen bekanntermaßen ungenau, und diese Ungenauigkeit nehme mit der Reichweite zu.

Die Revolutionsgarden-nahe Nachrichtenagentur Fars sieht das erwartungsgemäß anders und feierte den Angriff als Beweis, dass das iranische Raketenprogramm trotz wochenlanger US-israelischer Bombardements noch existiert.


Quellen:

  • weltwoche.de: Die Raketenangriffe auf US-Stützpunkt Diego Garcia zeigen: Das Mullah-Regime hat die Welt angelogen (23.03.2026)
  • euronews.de: Iran greift Diego Garcia an: Warum der Stützpunkt so wichtig ist (22.03.2026)
  • tagesspiegel.de: Irans Raketenangriff auf Diego Garcia: „Eine Reichweite von 4.000 Kilometern verändert die Lage grundlegend“ (22.03.2026)
  • zdfheute.de: Experte zur Reichweite von Raketen aus Iran nach Angriff auf Diego Garcia (22.03.2026)
  • 20min.ch: Iranischer Raketenangriff auf Diego Garcia: Was bedeutet das für Europa? (21.03.2026)
  • bluewin.ch: Plötzlich reichen Irans Raketen 4.000 Kilometer weit (März 2026)

Credits: APA

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