24-jährige Kindergärtnerin hatte Sex mit 14-jährigem Schüler — Ermittlungen laufen

24-jährige Kindergärtnerin hatte Sex mit 14-jährigem Schüler — Ermittlungen laufen

Ein Fall aus Wien sorgt für Aufsehen: Eine junge Kindergärtnerin hatte eine monatelange sexuelle Beziehung mit einem 14-jährigen Schüler — auf demselben Bildungscampus, auf dem sie arbeitete. Die Frau wurde schwanger. Strafrechtlich ist der Fall eindeutig.

Was passiert ist

Wie heute.at unter Berufung auf einen Bericht der Kronen Zeitung berichtet, lernten sich eine 24-jährige Elementarpädagogin und ein damals 14-jähriger Schüler auf einem Bildungscampus in Wien kennen. Es entwickelte sich eine monatelang geheim gehaltene sexuelle Beziehung — aus der eine Schwangerschaft resultierte. Das Kind wurde nicht ausgetragen, die Frau hat die Schwangerschaft verloren und befindet sich derzeit im Krankenstand. Kollegen der Frau sollen laut heute.at von der Beziehung gewusst, aber geschwiegen haben.

Rechtliche Lage: Kein Graubereich

Der Fall ist juristisch eindeutig. In Österreich gilt gemäß § 207b StGB ein gesonderter Straftatbestand für Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses. Wenn eine Erwachsene sexuelle Handlungen mit einer Person unter 16 Jahren vornimmt, die ihr in einem Betreuungs- oder Ausbildungsverhältnis anvertraut ist oder der gegenüber sie eine Vertrauensstellung innehat, macht sie sich strafbar — unabhängig von einer allfälligen Zustimmung des Minderjährigen.

Wie heute.at berichtet, hat die Schulleitung nach Bekanntwerden des Verdachts ihrer gesetzlichen Meldepflicht entsprochen und sowohl die MA 11 (Wiener Kinder- und Jugendhilfe) als auch die Landespolizeidirektion informiert. Die Ermittlungen laufen. Der Frau droht eine Haftstrafe. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

Systemversagen: Kollegen schwiegen

Was den Fall über den strafrechtlichen Aspekt hinaus bemerkenswert macht, ist das Schweigen des Umfelds. Kollegen der Frau sollen laut heute.at gewusst haben — und nichts unternommen haben. Das ist nicht nur moralisch problematisch, sondern möglicherweise auch rechtlich relevant: In Österreich besteht für Personen, die beruflich mit Minderjährigen arbeiten, eine besondere Schutzverantwortung.

Ob und welche beruflichen Konsequenzen die Frau zu erwarten hat, ist laut heute.at derzeit offen.

Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x