Ein Vorfall, der die Wiener Polizei in Alarmbereitschaft versetzte: Eine 15-jährige Syrerin sorgte mit einer Bombendrohung und radikalen Aussagen für Aufsehen. Der Fall wurde nun vor Gericht verhandelt, und die Details sind erschreckend.
Ladendiebstahl eskaliert zur Bombendrohung
Alles begann mit einem Ladendiebstahl in der Lugner City am 29. November 2024. Die Jugendliche wurde erwischt und zur Befragung auf eine Polizeistation gebracht. Dort überraschte sie die Beamten mit der Aussage, es sei „erlaubt, Kuffar (Ungläubige) zu bestehlen“. Als die Polizisten sie auf die österreichische Rechtslage hinwiesen, eskalierte die Situation: Sie drohte, einem Beamten eine „Bombe ins Gesicht zu werfen“ und fügte hinzu: „Die Bombe wird euch alle vernichten. Ich werde mit dieser Polizeistation beginnen.“
IS-Flaggen im Rucksack
Bei der Durchsuchung ihres Rucksacks fanden die Beamten zwei gerahmte Bilder mit IS-Flaggen. Diese hatte die Jugendliche zuvor mit einer Freundin vor prominenten Wiener Plätzen für Fotos genutzt, die später in sozialen Medien kursierten. Die Staatsanwaltschaft wertete dies jedoch nicht als IS-Propaganda, und die Bilder spielten im Prozess keine Rolle.
„Ein bisschen Angst machen“
Vor Gericht gab die inzwischen 16-Jährige zu, die Drohungen aus „Provokation und Wut“ ausgesprochen zu haben. Sie fühlte sich von einem Polizisten provoziert, der ihr angeblich gesagt habe, sie solle „zurück in ihr Land“. Ihre Absicht sei es gewesen, „ein bisschen Angst zu machen“. Eine Entschuldigung bei den Beamten lehnte sie jedoch ab.
Gerichtsurteil: Zwei Monate bedingt
Das Gericht verurteilte die Jugendliche wegen gefährlicher Drohung zu zwei Monaten bedingt. Die Planung eines tatsächlichen Anschlags wurde ihr nicht vorgeworfen. Richter Daniel Potmesil stellte klar, dass sie sich in Österreich weiterhin mit „Ungläubigen“ arrangieren müsse – eine Aussage, die die Angeklagte schweigend hinnahm.
Ein Fall, der Fragen aufwirft
Der Fall wirft viele Fragen auf: Wie geht die Gesellschaft mit radikalisierten Jugendlichen um? Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um solche Vorfälle zu verhindern?
Quellen: exxpress.at, Credits: APA
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