100.000 Euro für lonkes Magazin „Queerformat“: Kritik an ÖH der Uni Wien

100.000 Euro für lonkes Magazin „Queerformat“: Kritik an ÖH der Uni Wien

Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) der Universität Wien steht wegen der aktuellen Ausgabe ihres Magazins „Zeitgenossin“ in der Kritik. Wie der exxpress.at berichtet, wurde das Magazin, das sich mit „Queerness“ und gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzt, mit einem Budget von 100.000 Euro finanziert. Die Mittel stammen aus den Pflichtbeiträgen der Studierenden sowie öffentlichen Geldern. Diese Verwendung sorgt insbesondere bei der Opposition innerhalb der ÖH für Unmut.

Inhalt und Ausrichtung des Magazins

Die aktuelle Ausgabe des 64-seitigen Magazins widmet sich der „Queerness in all ihren Facetten“. Im Vorwort heißt es, man wolle „Normen hinterfragen“, insbesondere die Heterosexualität, die als gesellschaftliche Konstruktion dargestellt wird. Neben Beiträgen zu queeren Identitäten und Kapitalismuskritik enthält das Magazin ein Glossar mit Begriffen aus der queeren Community. Kritiker bemängeln die teils verworrene Sprache und die ideologische Ausrichtung des Magazins.

Finanzierung und Kritik

Laut dem Jahresvoranschlag der ÖH der Universität Wien für 2025/26 fließen rund 2,3 Millionen Euro aus Pflichtbeiträgen der Studierenden in die Kasse der Hochschülerschaft. Zusätzlich erhält die ÖH 66.000 Euro an Subventionen aus dem Unibudget. Neben den 100.000 Euro für das Magazin wurden weitere Mittel für ideologische Projekte wie ein „feministisches Referat“ (31.825 Euro) und ein „Queer-Referat“ (8.000 Euro) bereitgestellt.

Moriz Jeitler, Mandatar der bürgerlichen Aktionsgemeinschaft (AG) in der ÖH, kritisiert die Mittelverwendung scharf. Er bezeichnet das Magazin als „ideologisches Schaufenster“ und fordert, die Gelder stattdessen für studienbezogene Angebote wie Kinderbetreuung oder psychosoziale Unterstützung einzusetzen.

Debatte um die Rolle der ÖH

Die Kontroverse wirft erneut die Frage auf, inwieweit die ÖH ihrer gesetzlichen Aufgabe nachkommt, die „allgemeinen und studienbezogenen Interessen“ der Studierenden zu vertreten. Kritiker argumentieren, dass ideologisch geprägte Projekte wie das Magazin „Zeitgenossin“ wenig mit den Kernanliegen der Studierenden zu tun haben.

Credits: APA
Quelle: exxpress.at

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