Zu teuer oder zu politisch? FPÖ und Heino streiten über Absage beim Volksfest

Zu teuer oder zu politisch? FPÖ und Heino streiten über Absage beim Volksfest

War Heino zu teuer für die FPÖ, oder wollte er schlicht nicht für die Partei auftreten? Darüber streiten Freiheitliche und der Manager des deutschen Schlagerstars nun öffentlich – mit gegenseitigen Klageandrohungen.

Was die BILD berichtete

Die deutsche BILD-Zeitung hatte nach dem FPÖ-Jubiläumsfest am Wiener Stephansplatz berichtet, die Freiheitlichen hätten den Schlagersänger Heino (87) als Stargast für rund 100.000 Euro engagieren wollen – der Sänger habe jedoch abgesagt. Heino wird darin laut oe24 zitiert: „Ich möchte nicht für die FPÖ auftreten, generell für Parteien nicht. Weil ich mich von keiner politischen Kraft vor ihren Wagen spannen lassen will.“ Als Ersatz für den ausgefallenen Stargast trat Roberto Blanco (89) auf und sang vor dem Stephansdom seinen Hit „Ein bisschen Spaß muss sein“ – laut BILD zu einer deutlich niedrigeren Gage.

FPÖ: „Schlichtweg falsch und unwahr“

In einer offiziellen Aussendung über die Austria Presse Agentur widerspricht die FPÖ der BILD-Darstellung entschieden. Die Behauptung, Heino habe eine Auftrittsanfrage der FPÖ ausgeschlagen, sei „schlichtweg falsch und unwahr“, heißt es in der OTS-Aussendung. Die Partei schildert den Ablauf so: Man habe im Vorfeld der Veranstaltung mit vielen Künstlern oder deren Management Kontakt aufgenommen, um Verfügbarkeiten zu klären – darunter auch mit Helmut Werner, dem Management von Heino. „Dieser hat daraufhin der FPÖ ein Angebot unterbreitet. Diesem Angebot ist die FPÖ aufgrund des überzogenen und absurden Preises jedoch nicht nähergetreten und hat auch den Kontakt zu Helmut Werner nicht weiterverfolgt.“ Die FPÖ stellt fest: „Nicht Heino hat die FPÖ abblitzen lassen, sondern umgekehrt.“ Die Partei droht in der Aussendung auch direkt mit rechtlichen Schritten: „Wenn die deutsche ‚BILD‘-Zeitung die Falsch-Behauptung weiterhin verbreitet bzw. andere Medien diese Behauptung ihrerseits weiterverbreiten, wird die FPÖ entsprechende rechtliche Schritte einleiten.“

Heino-Manager bleibt bei seiner Version

Helmut Werner hält gegenüber oe24 an der ursprünglichen BILD-Darstellung fest. Es habe zwei Telefonate mit FPÖ-Geschäftsführer Joachim Stampfer gegeben – und er habe sofort klargestellt, dass Heino nicht für die FPÖ auftreten werde. Auch Werner kündigt für den Fall weiterer gegenteiliger Behauptungen seitens der FPÖ rechtliche Schritte an. Den Grund für die Eskalation sieht er schlicht: „Sie sind einfach schlechte Verlierer.“

Credits: Von Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47664624

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