Wochenlang kursierten Gerüchte, wer Andreas Babler an der SPÖ-Spitze beerben könnte. Jetzt hat sich der immer wieder gehandelte Name selbst dazu geäußert – mit einer Antwort, die viele Fragen offen lässt.
„Solange ich nicht gefragt werde“
In der ORF-Sendung „Hinter den Schlagzeilen“ wollte Medienmanager Gerhard Zeiler sich nicht festlegen, ob er Interesse am SPÖ-Vorsitz hätte. Seine Antwort blieb bewusst vage: „Solange ich nicht gefragt werde, braucht es auch keine Antwort.“ Eine klare Absage klingt anders – ebenso wenig aber ein klares Bekenntnis.
Deutliche Kritik an der Bundesregierung
Zurückhaltend gab sich Zeiler dagegen nicht bei der Bewertung der aktuellen Bundesregierung. Sein Bild dafür ist unmissverständlich: Die Koalition komme ihm manchmal wie eine Fußball-Mannschaft vor, die zur Halbzeit 0:2 zurückliege und sich in der Pause dazu entschließe, ausgerechnet die Verteidigung zu verstärken.
Ein Name mit Geschichte
Zeiler ist in der SPÖ kein Unbekannter, wenn es um die Vorsitzfrage geht. Der langjährige Spitzenmanager, unter anderem einst an der Spitze der RTL Group, galt schon mehrfach als möglicher Kandidat für die Parteispitze und soll insbesondere in der einflussreichen Wiener Stadtpartei über gute Kontakte verfügen. Zuletzt wurde sein Name erneut als mögliche Alternative zu Babler gehandelt, wie auch oe24 bereits berichtete.
Babler zeigt keine Rücktrittsabsichten
Parteichef Babler selbst ist von den Spekulationen unbeeindruckt – zumindest öffentlich. Erst vor einem halben Jahr wurde er von der Bundespartei für eine weitere Funktionsperiode gewählt, an einen Rücktritt denkt er derzeit sichtlich nicht.
Ob Zeilers bewusst offen gehaltene Antwort die Gerüchteküche eher befeuert oder beruhigt, dürfte sich erst in den kommenden Wochen zeigen.
Credits: Parlamentsdirektion/Katie-Aileen Dempsey
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