„Eine ,freie Journalistin‘ hat sich als FPÖ-Sympathisantin ausgegeben und sich auch in unsere FPÖ-Kandidatenschulung eingeschlichen. Jetzt hat sie in einem Telefonat zugegeben, dass sie in Wahrheit für den ,Standard‘ recherchiert. Das sind journalistische Stasi-Methoden, die klar zu verurteilen sind. Wir prüfen rechtliche Schritte“, kritisiert Lukas Brucker, der Landesparteisekretär der Wiener FPÖ.
Der „Standard“ dementiert, den Auftrag zur Recherche erteilt zu haben. Es gebe kein Honorar und auch kein Dienstanstellungsverhältnis mit der Journalistin. Allerdings: In den schlechten Zeiten für Papier-Zeitungen wäre es keine Seltenheit, wenn die Journalistin ohne Dienstvertrag arbeiten müsste und ihr Honorar erst bei getaner Arbeit bekommen würde.
Für Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp ist dies jedenfalls ein erneuter Skandal bei der Zeitung: „Was sagen der Presserat und Chefredakteure anderer Zeitungen zu solchen Methoden?“
Wie berichtet, sorgte Dominik Nepps Aussage auf X, dass der „Standard“ ein „Scheißblatt“ wäre, ja für einige Aufregung. Der FPÖ-Chef wollte aber damit einen Mitarbeiter des Wochen-Regionalblatts „Falter“ kritisieren, der dies bereits zuvor über eine andere österreichische Tageszeitung gesagt hat.
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