Wien fördert Frauen-Projekt in Mosambik – FPÖ empört

Wien fördert Frauen-Projekt in Mosambik – FPÖ empört

Nach umstrittenen Förderungen für ein Imker-Projekt in Burkina Faso und eine Schulbäckerei im Kongo sorgt nun das nächste städtische Auslandsprojekt für Diskussionen: Wien überweist 40.000 Euro nach Mosambik, um dort Frauen wirtschaftlich zu schulen.

40 Frauen sollen unternehmerisches Rüstzeug erhalten

Konkret fließen die Mittel aus dem Wiener Budget in den Distrikt Búzi in Mosambik. Mit dem Geld soll vor Ort ein Trainingsprogramm für insgesamt 40 Frauen aufgebaut werden. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Kleinunternehmensführung für den lokalen Markt, Finanzkompetenz und Budgetplanung. Die Stadtregierung erhofft sich davon eine nachhaltige Armutsbekämpfung sowie eine Stärkung der Rolle von Frauen in der Region.

Bereits dritte Auslandsförderung mit Diskussionspotenzial

Der aktuelle Fall reiht sich in eine Serie ähnlicher Förderentscheidungen ein, die zuletzt für Aufsehen sorgten. Bereits ein Imker-Projekt in Burkina Faso, gefördert mit rund 30.000 Euro, sowie eine Schulbäckerei im Kongo mit rund 40.000 Euro hatten in der Vergangenheit für heftige öffentliche Diskussionen gesorgt. Die aktuelle Entscheidung fiel im Finanzausschuss der Stadt Wien.

FPÖ: „Verwechslung mit dem Entwicklungsministerium“

Die rot-pinke Stadtregierung unter Bürgermeister Michael Ludwig erntet für diese Prioritätensetzung scharfe Kritik von der Opposition. Wiens FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss wirft dem Bürgermeister vor, das Rathaus mit einem Entwicklungsministerium zu verwechseln: „Solange Wiener Pensionistinnen jeden Cent umdrehen müssen, haben 40.000 Euro für Selbstständigen-Trainings in Mosambik im Wiener Budget nichts verloren.“ Angesichts der anhaltenden Teuerung und der wirtschaftlich angespannten Lage vieler Wienerinnen und Wiener sei die Geldvergabe für ihn nicht nachvollziehbar.

FPÖ kündigt weiteren Widerstand an

Die Freiheitlichen wollen es nicht bei der aktuellen Kritik belassen: Angekündigt wird, die Vergabepraxis im kommenden Finanzausschuss erneut aufzugreifen und alternative Anträge zur gezielten Unterstützung einkommensschwacher Wiener einzubringen.

Ob die rot-pinke Koalition ihre internationale Förderlinie angesichts des wiederholten Gegenwinds beibehält oder ihren Kurs anpasst, bleibt vorerst offen.

Credits: C.Stadler/Bwag – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=93841266 – mit KI-Erweiterung

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