Es wird auf alle Fälle extrem spannend: Denn falls die AfD am morgigen Wahltag ein noch besseres Ergebnis als in den bisher veröffentlichten Umfragen abliefert, wird es für den CDU/CSU-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz immer schwieriger, diese Partei als Koalitionspartner komplett auszuschließen.
Verweigert Merz allerdings eine Regierung mit der Rechtspartei, dann hat Merz das „Österreich-Problem“: Die CDU/CSU muss mit den – möglichen – Verlierern, also der SPD und den Grünen, eine Regierungszusammenarbeit ausverhandeln, was ziemlich schwierig sein wird. In Wien versucht dies bekanntlich ja auch die ÖVP und sinkt in den Umfragewerten auf unter 20 %.
Laut aktuellsten Umfragen sieht’s kurz vor dem Wahlsonntag so au: Die CDU/CSU soll bei 29,5 % liegen, das wäre ein minimales Minus gegenüber den Umfragedaten der Vorwoche. Die AfD steht laut neuester Studie des Instituts Wahlkreisprognose bei 20,5 %, die SPD bei 14,5 % und die Grünen bei 12 %. Die Linke käme in dieser Umfrage auf 8 %, das Bündnis Sahra Wagenknecht und die FDP könnten knapp den Einzug in den Bundestag verpassen – aktuell haben beiden Parteien nur 4,5 %.
Auffallend im Vergleich aller Umfrage-Daten: Kein einziges Meinungsforschungsinstitut hatte die AfD bisher mit mehr als 21 % in den Umfragen. In der Grafik unten (Plattform dawum.de) ist der Verlauf der Wahltrends gut dargestellt:
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