Ein beschaulicher Weihnachtsmarkt in Zweibrücken wurde am vergangenen Wochenende Schauplatz eines ungewöhnlichen Vorfalls: Zwei Männer in Weihnachtsmannkostümen, bewaffnet mit Schusswaffen, sorgten für Aufregung unter den Besuchern. Wie die Polizei berichtet, handelte es sich bei den Männern um Soldaten der Bundeswehr, die an einem Stand Erbsensuppe verkauften.
Polizei findet geladene Waffe
Die alarmierte Polizei stellte vor Ort drei Handfeuerwaffen sicher. Zwei davon waren nicht geladen, die dritte jedoch war geladen und gesichert. Die Beamten transportierten die Waffen ab und prüfen nun, ob ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt. Laut den geltenden Vorschriften dürfen Soldaten nur unter bestimmten Bedingungen Waffen in der Öffentlichkeit tragen.
Bundeswehr räumt Fehler ein
Der neue Kommandeur des Fallschirmjägerregiments in Zweibrücken, Martin Holle, entschuldigte sich bei den irritierten Besuchern und kündigte an, am kommenden Samstag persönlich auf dem Weihnachtsmarkt für Fragen zur Verfügung zu stehen. Holle erklärte, die Soldaten hätten den Stand „militärisch einrahmen“ sollen. Ob dies das Tragen von Waffen rechtfertigt, bleibt Gegenstand der Ermittlungen.
Klare Regeln für öffentliche Auftritte
Wie der SWR berichtet, hätte die Teilnahme der Soldaten mit persönlicher Ausrüstung und Waffen vorab bei der Stadt und der Polizei angemeldet werden müssen. Innerhalb der Bundeswehr sei der Vorfall bereits aufgearbeitet worden, und es wurde klargestellt, dass solche Einsätze künftig klar geregelt sein müssen.
Quellen: exxpress.at, SWR
Credits: APA
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