Was das Doppelbudget für Familien bedeutet: Valorisierung weg, Bonus bleibt – mit Bedingungen

Was das Doppelbudget für Familien bedeutet: Valorisierung weg, Bonus bleibt – mit Bedingungen

Das neue Doppelbudget 2027/28 hat für österreichische Familien ein gemischtes Ergebnis: Auf der einen Seite wird bei der automatischen Anpassung von Familienleistungen gespart, auf der anderen Seite fließen mehr Mittel in die Kinderbetreuung.

Valorisierung erneut ausgesetzt – zweites Jahr in Folge

Die automatische Valorisierung von Familien- und Sozialleistungen wird für weitere zwei Jahre nicht stattfinden. Wie die Salzburger Nachrichten berichteten, ist das eine der zentralen Sparmaßnahmen des Doppelbudgets im Familienbereich. Das bedeutet konkret: Familienbeihilfe und verwandte Leistungen werden 2027 und 2028 nicht automatisch an die Inflation angepasst. Bereits im ersten Doppelbudget 2025/26 war die Valorisierung ausgesetzt worden – das nun beschlossene Paket verlängert diesen Zustand.

Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) räumte das laut oe24 mit „Bedauern“ ein, betonte aber gleichzeitig, dass der Schritt angesichts der budgetären Zwänge notwendig sei.

Familienbonus bleibt – aber mit stärkeren Erwerbsanreizen

Der Familienbonus Plus bleibt erhalten – allerdings nicht in der bisherigen Form für alle. Wie die Salzburger Nachrichten berichteten, sollen künftig stärkere Anreize für Erwerbstätigkeit gesetzt werden. Das bedeutet: Der volle Bonus von 2.000 Euro pro Jahr und Kind bleibt für erwerbstätige Eltern erhalten – ab dem ersten verdienten Steuer-Euro. Für Haushalte, in denen ein Elternteil ausschließlich zuhause bleibt, sind jedoch Änderungen geplant. Details sollen in den Detailverhandlungen der kommenden Wochen festgelegt werden.

300 Millionen zusätzlich für Kinderbetreuung

Auf der Investitionsseite setzt die Regierung ein klares Signal. Wie oe24 berichtete, fließen 2027 und 2028 jeweils 300 Millionen Euro zusätzlich in die Kinderbetreuung. Ziel sind mehr Plätze, längere Öffnungszeiten und weniger Schließtage – damit soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden. Auch das verpflichtende zweite Kindergartenjahr wird aus diesem Topf mitfinanziert.

Credits: APA

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