Bargeld-Liebe der Österreicher: 94 Prozent wollen auf Scheine und Münzen nicht verzichten!

Bargeld-Liebe der Österreicher: 94 Prozent wollen auf Scheine und Münzen nicht verzichten!

Die Österreicher lieben ihr Bargeld. Daran ändert auch die zunehmende Digitalisierung nichts. Wie die Nationalbank in ihrer aktuellen Zahlungsmittelstudie 2025 berichtet, wollen unglaubliche 94 Prozent der Befragten auf keinen Fall auf Bares verzichten. Für die Menschen im Land bedeuten Scheine und Münzen echte Freiheit und Sicherheit.

Bargeld bleibt die Nummer 1 an der Kasse

Auch wenn der Anteil der Barzahlungen langsam zurückgeht, bleibt das Bargeld an der Kasse der unangefochtene König. Wie die EZB-Studie SPACE 2024 zeigt, werden in Österreich aktuell 62 Prozent der Einkäufe im Geschäft vor Ort bar bezahlt. Damit liegen die Österreicher weit über dem europäischen Durchschnitt von 52 Prozent. Bei großen Beträgen greifen die Konsumenten zwar immer öfter zur Karte, aber für den schnellen Einkauf zwischendurch greift man hierzulande am liebsten in die Geldtasche.

Tatsächlich geben 38 Prozent der Konsumenten in Österreich an, dass sie am allerliebsten bar bezahlen. Das ist fast doppelt so viel wie im Durchschnitt des Euroraums, wie die Europäische Zentralbank berichtet.

Online-Shopping boomt – aber mit einem Haken

Ein ganz anderes Bild zeigt sich im Internet. Zwei von drei Österreichern kaufen regelmäßig online ein. Dort werden mittlerweile 9 Prozent aller Zahlungen abgewickelt, und das natürlich rein digital. Doch genau hier sieht die Nationalbank ein Problem. Es fehlt eine echte europäische Alternative für die digitale Bezahlung.

Derzeit laufen zwei Drittel der elektronischen Zahlungen in Europa über große US-Anbieter. Das macht uns abhängig. Wie die Nationalbank warnt, sind 13 von 21 Ländern im Euroraum – darunter auch Österreich – im Handel komplett von nicht-europäischen Zahlungssystemen abhängig.

Kommt bald der digitale Euro?

Um sich aus dieser Abhängigkeit aus den USA zu lösen, verspricht die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) den sogenannten digitalen Euro. Dieser soll in Zukunft eine sichere, europäische Alternative bieten. Trotzdem betonen die Experten, dass die Wahlfreiheit für die Konsumenten an erster Stelle steht.

Niemand soll gezwungen werden, rein digital zu bezahlen. Die Nationalbank setzt sich deshalb massiv für eine EU-weite Annahmepflicht von Bargeld ein. Das gilt auch für Automaten. Das erklärte Ziel der Experten ist die absolute Gleichstellung von klassischem Bargeld und dem neuen digitalen Euro. So kann jeder selbst entscheiden, wie er am liebsten bezahlt.

Quellen: Oesterreichische Nationalbank (OeNB), Europäische Zentralbank (EZB), oe24

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest
0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
Inline-Rückmeldungen
Alle Kommentare anzeigen
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x