Sali Attia, die Spitzenkandidatin der Ausländer-Fraktion SÖZ (Soziales Österreich der Zukunft), will Bürgermeisterin von Österreichs Bundeshauptstadt werden – das stellt die Muslima auch auf den aktuellen Plakaten fest, die nun im Web für durchaus emotionale Debatten sorgen.
So kommentierte auch Maximilian Krauss, der Klubobmann der Wiener FPÖ, das Sujet der SÖZ mit „Ludwigs Erbe.“ Ein anderer X-User meinte etwa: „Die Geister, die ich rief.“ Und eine X-Autorin schrieb dazu: „Fürchtet Euch nicht.“
So absurd ist die Forderung der Spitzenkandidatin Sali Attia nämlich gar nicht: Vielleicht gelingt bei dieser kommenden Landtagswahl „nur“ der Einzug in den Gemeinderat, aber in wenigen Jahren ist schon wesentlich mehr möglich – wenn sich die Asylpolitik nicht verändert, die finanziellen Anreize für einen Zuzug nach Wien gleich bleiben und die demografische Entwicklung gegen die noch österreichischen Wiener spielt, hat diese Ausländer-Partei eine große Zukunft.
Deutlicher Zuwachs der Anzahl an Muslimen in Wien
Wie exxtra24.at erst heute berichtet hat, wollte etwa ein Syrer über den gesetzlich erlaubten und per Artikel 8 der Menschenrechtskonvention abgesicherten Familiennachzug auch seine Zweitfrau und die restlichen seiner acht Kinder zu uns nach Österreich bringen. Wenn das die Mehrheit der 112.000 bereits in Österreich lebenden Syrer ebenso macht, werden sich in Kürze 400.000 und in einigen Jahren 900.000 syrische Muslime in Österreich eingewöhnt haben.
Laut Statistik Austria stieg die Zahl der legal in Wien lebenden Muslime von 145.000 im Jahr 2001 auf 285.000 im Jahr 2021 – das ist fast eine Verdoppelung in nur 20 Jahren.
Die SÖZ positioniert sich übrigens links der Mitte und legt ihren Fokus auf den Schutz von Minderheiten, die Förderung von Multikulturalismus und Identitätspolitik. Weitere zentrale Anliegen sind Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit.
SÖZ fordert auch Ramadan-Fest am Rathausplatz
Erst kürzlich forderte die SÖZ die Stadt Wien auf, das Ramadanfest (Eid-ul-Fitr) als offiziellen Feiertag anzuerkennen und jährlich ein öffentliches Fest auf dem Rathausplatz zu veranstalten. Parteichef Hakan Gördü argumentierte, dass über 200.000 Muslime in Wien leben und ihre wichtigsten Feste ebenso anerkannt werden sollten wie Weihnachten oder Ostern.
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