Es war verdammt knapp: Um 1.33 Uhr waren alle Wahlkreise in Deutschland ausgezählt – und die letzte Hoffnung von Sahra Wagenknecht (55) zerstört: Laut den Daten der Bundeswahlleiterin ist das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hauchdünn an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert, die Partei kam dem vorläufigen amtlichen Endergebnis zufolge auf 4,972 Prozent. Das BSW schaffte es also nicht in den Bundestag, am Ende waren es 13.000 Stimmen, die fehlten.
Damit ist rein rechnerisch der Weg frei für eine Zweier-Koalition von Union und SPD. Wäre das BSW in den Bundestag eingezogen, wären für eine Regierung noch die Grünen nötig gewesen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben alle Parteien ausgeschlossen. Ob Friedrich Merz mit der SPD seine Ankündigungen, eine härtere Asyl-Politik zu praktizieren, umsetzen kann, das wird sich zeigen.
Eine Koalition aus Union und SPD ist laut einer Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov auch die beliebteste Option bei den Wählern. 44 Prozent der Befragten antworteten in der Erhebung, dass sie sich dieses Regierungsbündnis am ehesten wünschen. 25 Prozent sähen am liebsten ein Dreierbündnis von Union, SPD und Grünen. 30 Prozent wünschen sich die von der Union ausgeschlossene Koalition mit der AfD.
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