Von der Gefängniszelle ins Luxus-Chalet: Grassers neuer goldener Käfig in Kitzbühel

Von der Gefängniszelle ins Luxus-Chalet: Grassers neuer goldener Käfig in Kitzbühel

Eine spektakuläre Wende für Österreichs Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser: Nach Monaten hinter Gittern tauscht er seine Gefängniszelle gegen Hausarrest – samt elektronischer Fußfessel. Statt der kargen Haftumgebung erwartet ihn nun der luxuriöse Komfort im Millionen-Chalet seiner Ehefrau in Kitzbühel.

Das lang ersehnte grüne Licht

Die erlösende Nachricht kam am Donnerstag nach drei Monaten Wartezeit: Die Justizanstalt Innsbruck, in der Grasser bislang einsaß, bewilligte endlich seinen bereits am 1. September gestellten Antrag auf elektronische Fußfessel. Doch es gibt einen Haken: Der Wechsel in den Hausarrest erfolgt erst im Jänner. Das bedeutet, der Ex-Politiker wird Weihnachten und Silvester noch in seiner Zelle und fernab seiner Familie verbringen müssen. Dennoch: Die Aussicht, den berüchtigten „Ziegelstadel“ bald verlassen zu können, dürfte Grasser erheblich aufatmen lassen.

Ein krasser Unterschied: Vom Haftraum zum Luxus-Chalet

Für Grasser steht ein radikaler Wandel bevor. Seitdem das Urteil im BUWOG-Prozess rechtskräftig wurde, lebte er in einer bescheidenen Einzelzelle von neun Quadratmetern. Sein Tagesablauf: eine Stunde Hofgang – die er laut oe24.at gerne nutzte, um mit anderen Häftlingen Fußball zu spielen – und ein Job in der Anstaltswäscherei, wo er Wäsche ausgab. Andere Insassen beschrieben ihn laut oe24.at als „sehr nett“.

Ab Jänner wird dieses karge Leben gegen den opulenten „Unterhirzinger Hof“ eingetauscht. Das luxuriöse Chalet, das seiner Ehefrau und Swarovski-Erbin Fiona Pacifico-Grasser gehört, steht auf einem 3.000 Quadratmeter großen Grundstück und wurde für stolze 11,8 Millionen Euro erworben und aufwendig renoviert. Es ist eine Welt entfernt von seiner bisherigen Realität auf neun Quadratmetern.

Freiheit mit strengen Auflagen

So luxuriös sein neues Zuhause auch sein mag, Grassers Freiheit bleibt stark eingeschränkt. Die elektronische Fußfessel überwacht jeden seiner Schritte. Er darf sich nur in einem genau festgelegten Bereich aufhalten – verlässt er diesen, wird umgehend die Polizei alarmiert. Jeder Verstoß gegen die Auflagen könnte sofort zu einer Rückkehr ins Gefängnis führen.

Trotz aller Einschränkungen darf Grasser im Hausarrest angemeldete Geschäftstermine wahrnehmen und Besuch empfangen. Besonders bedeutsam ist jedoch, dass er wieder mit seiner Tochter Tara und den Haustieren seiner Familie vereint sein wird. Nach einem kürzlichen gesundheitlichen Rückschlag – einem Darmverschluss samt Not-Operation, von der er sich laut Berichten gut erholt hat – ist die Rückkehr ins Familienleben wohl der wichtigste Aspekt dieses neuen Lebensabschnitts.

Credits: APA

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