Die US-Regierung hat kürzlich Hunderttausende Dokumente im Zusammenhang mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht. Diese Akten, die unter anderem von der New York Times ausgewertet wurden, werfen ein neues Licht auf die Beziehung zwischen Epstein und dem US-Präsidenten Donald Trump. Wie oe24.at berichtet, gerät Trump durch diese Enthüllungen zunehmend unter Druck.
Beschämende Gespräche: Trump und Epstein am Telefon
Laut einem Bericht der New York Times soll Epstein regelmäßig Telefongespräche mit Trump über Lautsprecher geführt haben. Eine frühere Assistentin Epsteins berichtete, dass Trump in diesen Gesprächen intime Details aus seinem Privatleben preisgab. So habe er beispielsweise von sexuellen Begegnungen auf einem Billardtisch erzählt. Epstein habe diese Gespräche offenbar genossen, da sie die Anwesenden in Verlegenheit brachten.
Besonders brisant: Die Gespräche sollen auch explizite Kommentare über Frauen enthalten haben, die laut der Assistentin oft respektlos und entwürdigend waren. Diese Details werfen erneut Fragen über Trumps Umgang mit Frauen und seine Beziehung zu Epstein auf.
E-Mails und Model-Listen: Weitere Vorwürfe
Zusätzlich zu den Telefonaten gibt es schriftliche Hinweise, die die Verbindung zwischen Trump und Epstein untermauern könnten. In einer E-Mail, die der US-Kongress im November veröffentlichte, prahlte Epstein damit, Trump habe ihm eine 20-jährige Frau „geschenkt“. Umgekehrt soll Trump Epstein Model-Listen zur Verfügung gestellt haben, aus denen dieser Frauen auswählen konnte. Diese Vorwürfe basieren auf Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters von Epstein, wie oe24.at berichtet.
Trump wehrt sich: „Schwindel der Demokraten“
Donald Trump hat die Vorwürfe vehement zurückgewiesen. Er bezeichnete die Epstein-Affäre als „Schwindel“, der von den Demokraten inszeniert worden sei, um von seinen politischen Erfolgen abzulenken. Dennoch taucht Trumps Name in den veröffentlichten Akten immer wieder auf. Fotos und Dokumente legen nahe, dass die Beziehung zwischen Trump und Epstein enger war, als der ehemalige Präsident zugeben möchte.
Ein Fall, der nicht zur Ruhe kommt
Jeffrey Epstein, der 2019 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden wurde, bleibt eine zentrale Figur in einem der größten Skandale der letzten Jahre. Ihm wurde vorgeworfen, ein Netzwerk aufgebaut zu haben, in dem zahlreiche Mädchen und Frauen missbraucht und an Prominente weitergereicht wurden. Die neuen Enthüllungen werfen nicht nur ein Schlaglicht auf Epstein, sondern auch auf die Männer, die mit ihm in Verbindung standen – darunter Donald Trump.
Credits: APA
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