Die Verhandlungen in Berlin sorgen für Aufsehen: Wie ein hochrangiger Vertreter Kiews gegenüber oe24.at bestätigte, fordern die USA die Ukraine dazu auf, den Donbass aufzugeben. Diese Forderung kommt inmitten der Bemühungen, den russischen Angriffskrieg zu beenden.
Ein explosiver Vorschlag
Die Region Donbass, die nur teilweise von Russland besetzt ist, steht im Zentrum der Gespräche. Während die USA auf einen Kompromiss drängen, bleibt die Ukraine skeptisch. Präsident Wolodymyr Selenskyj deutete jedoch an, dass sein Land auf eine NATO-Mitgliedschaft verzichten könnte – vorausgesetzt, es gibt ausreichende Sicherheitsgarantien. „Wir sind bereit, auf Basis der aktuellen Frontlinie Gespräche zu führen“, erklärte Selenskyj vor seinem Abflug nach Berlin.
Europäer fordern klare Unterstützung
Während die USA auf eine schnelle Lösung drängen, pochen die Europäer auf eine langfristige Unterstützung der Ukraine. Laut oe24.at plant die EU, eingefrorene russische Staatsvermögen in Höhe von über 200 Milliarden Euro für den ukrainischen Militäretat freizugeben. Ein starkes Signal an Moskau, dass Europa nicht nachgeben wird.
Trump und die USA: Ein Balanceakt
Die Verhandlungen werden auch durch die Anwesenheit von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, geprägt. Während Kushner von Fortschritten spricht, bleiben andere Beobachter vorsichtig. Russland sieht in einem NATO-Verzicht der Ukraine eine Grundvoraussetzung für Friedensgespräche. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte, dass dies ein Eckpfeiler der Verhandlungen sei.
Deutschland und Europa: „Russland ist am Zug“
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul sieht Russland in der Pflicht. „Wenn die Ukraine solche Angebote macht, muss Russland darauf eingehen“, sagte er im Deutschlandfunk. Gleichzeitig betonte er, dass Europa geschlossen hinter der Ukraine stehe. „Wir werden alles tun, um die Ukraine in eine optimale Verhandlungsposition zu bringen.“
Ein Gipfel mit Signalwirkung
Am Donnerstag soll auf dem EU-Gipfel die Freigabe der eingefrorenen russischen Vermögen beschlossen werden. Dies könnte die Ukraine für die nächsten Jahre finanziell absichern. Doch innenpolitisch steht Selenskyj unter Druck: Ein Korruptionsskandal in seinem engsten Kreis schwächt seine Position.
Credits: APA
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