Das internationale Ansehen der Vereinigten Staaten hat unter Präsident Donald Trump laut der neuesten Ausgabe des Democracy Perception Index (DPI) einen dramatischen Rückgang erlebt. Die jährlich veröffentlichte Studie, die von der Organisation Alliance of Democracies in Zusammenarbeit mit Nira Data durchgeführt wird, zeigt, dass die USA in der globalen Wahrnehmung deutlich an Boden verloren haben.
Europa besonders kritisch
Wie die Studie berichtet, werden die Vereinigten Staaten insbesondere in Europa zunehmend negativ wahrgenommen. Der Democracy Perception Index, der auf den Antworten von über 94.000 Befragten aus 98 Ländern basiert, zeigt, dass das Image der USA weltweit von einem Wert von minus 5 Prozent im Vorjahr auf minus 16 Prozent gefallen ist. Damit liegen die USA hinter Russland, das mit minus 11 Prozent bewertet wurde. Nur Länder wie Nordkorea, Afghanistan und der Iran schnitten schlechter ab.
China überholt die USA
Besonders bemerkenswert ist, dass China in der globalen Wahrnehmung mittlerweile positiver bewertet wird als die USA. In jeder untersuchten Region der Welt genießt China im Durchschnitt ein besseres Ansehen. Dies markiert einen signifikanten Wandel in der geopolitischen Wahrnehmung und könnte weitreichende Konsequenzen für die internationale Diplomatie haben.
USA als größte Bedrohung wahrgenommen
Ein weiteres alarmierendes Ergebnis der Studie: Die USA wurden von den Befragten weltweit am häufigsten als die größte Bedrohung für den Weltfrieden genannt, gefolgt von Russland. Diese Einschätzung könnte auf die kontroverse Außenpolitik der USA unter Trump zurückzuführen sein, die in vielen Ländern auf Kritik gestoßen ist.
Grönland-Konflikt: Welt gegen die USA
Ein besonders klares Bild zeichnete die Umfrage im Konflikt zwischen den USA und dem dänischen Königreich um Grönland. In 85 Ländern stellten sich die Befragten mehrheitlich auf die Seite von Grönland und Dänemark, während nur zwei Länder die Position der USA unterstützten.
Demokratie unter Druck
Der Democracy Perception Index, der jährlich vor dem Demokratiegipfel in Kopenhagen veröffentlicht wird, gilt als die weltweit größte Studie zur Wahrnehmung der Demokratie. Laut Anders Fogh Rasmussen, dem Vorsitzenden der Alliance of Democracies und ehemaligen NATO-Generalsekretär, ist die Studie ein Weckruf für politische Entscheidungsträger, die demokratischen Institutionen zu stärken und das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen.
Quellen: oe24.at, niradata.com, allianceofdemocracies.org
Credits: APA
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