Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen werden soll, steht unter einem politischen Schatten. Eine parteiübergreifende Gruppe britischer Abgeordneter fordert den Ausschluss der USA als Gastgeber und Teilnehmer. Der Grund: Die USA sollen internationales Recht missachtet haben, insbesondere durch außenpolitische Eskalationen wie die jüngste Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte. Dies berichtet die britische Zeitung The Guardian.
Einreiseverbote sorgen für Kritik
Die restriktive Einwanderungspolitik der USA unter Präsident Donald Trump sorgt ebenfalls für Unmut. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP, zitiert von Die Zeit und Kicker, bleiben Fans aus 39 Ländern, darunter Iran und Haiti, die Einreise zu den Spielen verwehrt. Ausnahmen gelten lediglich für Athleten, Trainer und Betreuer. Diese Maßnahmen betreffen nicht nur die WM, sondern auch die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
FIFA in der Zwickmühle
Die FIFA hat sich bisher nicht zu den Forderungen geäußert. Beobachter vermuten, dass die engen Beziehungen zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino und Donald Trump eine Rolle spielen könnten. Kritiker werfen der FIFA Doppelmoral vor, da Russland nach dem Angriff auf die Ukraine 2022 von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen wurde. Die britischen Abgeordneten fordern nun Konsequenz und eine klare Haltung.
Olympia bleibt unangetastet
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) betont seine politische Neutralität und sieht keinen Grund, die USA von den Sommerspielen 2028 auszuschließen. Laut Welt und Die Zeit wird argumentiert, dass die Olympische Charta nicht verletzt wurde. Dennoch bleibt die Frage, wie sich geopolitische Spannungen auf die Organisation und Durchführung der Spiele auswirken könnten.
Belastungsprobe für den Weltsport
Die Diskussion um die USA als Gastgeber zeigt, wie stark Sport und Politik miteinander verwoben sind. Sicherheitskonzepte, Visa-Vergaben und Reisefreiheit für Fans und Teams stehen auf dem Prüfstand. Experten sprechen von einer „Stressprobe“ für den Weltsport, da Werte wie Frieden und internationale Zusammenarbeit zunehmend mit der Realität kollidieren.
Quellen: oe24.at, Welt, Die Zeit, Kicker, The Guardian
Credits: APA
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