US-Vizepräsident JD Vance wirft Europa „Versagen“ vor

US-Vizepräsident JD Vance wirft Europa „Versagen“ vor

Washington / Europa, 18. Februar 2026 – Der US-Vizepräsident JD Vance hat in einem Interview und in früheren Reden harte Kritik an europäischen Staaten geübt. Er wirft dem Kontinent vor, sich „selbst zu sabotieren“ und in zentralen politischen Fragen zu versagen – dabei sieht er weniger Probleme in der Haltung der USA, sondern primär in internen europäischen Entscheidungen. Wie exxpress.at berichtet, machte Vance diese Vorwürfe im Gespräch mit dem US-Sender Fox News.

„Europa sabotiert sich selbst“

Vance betonte, dass die USA ein starkes und erfolgreiches Europa wünschen – doch aus seiner Sicht stünden sich viele europäische Länder durch politische Fehlentscheidungen selbst im Weg. „Es ist nicht so, dass wir unsere Verbündeten nicht respektieren. Es ist vielmehr so, dass sie sich selbst vielfach sabotieren“, sagte Vance laut Focus Online im Interview.

Kritikpunkte, die Vance mehrfach geäußert hat, beziehen sich unter anderem auf Themen wie Verteidigungsbereitschaft, Migration und innere Demokratiefragen. Laut Expertenmeinungen aus Medienberichten fordert er von den europäischen Regierungen stärkere Verteidigungsausgaben und eine härtere Haltung in der Zuwanderungspolitik.

Hintergrund: Spannungen seit der Sicherheitskonferenz

Vances Aussagen bauen auf einer umstrittenen Rede zur Münchner Sicherheitskonferenz 2025 auf, in der er Europa schon damals scharfe Vorwürfe machte. Demnach sah er die größten Gefahren für Europa nicht in externen Bedrohungen wie Russland oder China, sondern in internen politischen Entwicklungen, etwa im Umgang mit Meinungsfreiheit, Migrationsdebatten und dem Ausschluss bestimmter politischer Gruppen aus dem demokratischen Dialog. Diese Rede sorgte bei europäischen Politikern für deutliche Kritik und wurde als unzeitgemäß oder gar einmischend empfunden.

Reaktionen aus Europa

Die harten Worte haben international Diskussionen ausgelöst. Viele europäische Staats- und Regierungschefs, darunter deutsche und EU-Vertreter, wiesen die Vorwürfe zurück. Sie verteidigten Europas politische Systeme und betonten die Wichtigkeit demokratischer Selbstbestimmung sowie den fortgesetzten transatlantischen Dialog.

Gleichzeitig wird auf europäischer Seite darauf hingewiesen, dass Differenzen in Blick auf Migration, Sicherheit und Wirtschaftspolitik zwar bestehen, ein partnerschaftlicher Umgang aber notwendig bleibt.

Was steckt dahinter?

Experten sehen in Vances Aussagen auch Signalwirkung im geopolitischen Kontext: Die transatlantischen Beziehungen stehen unter Druck, weil sich strategische Prioritäten zwischen den USA und Europa verschieben. Dabei geht es nicht nur um konkrete Politikfelder, sondern auch um unterschiedliche Vorstellungen von Rolle und Verantwortung in einer sich wandelnden Weltordnung.


Quellen: exxpress.at, Focus Online, Deutschlandfunk, Wikipedia; internationale Reaktionen berücksichtigt.
Credits: APA

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