Ein ehemaliger US-General sorgt für Schlagzeilen: Ben Hodges, einst Oberkommandeur der US-Truppen in Europa, ist sich sicher, dass Russland den Krieg in der Ukraine nicht über das Jahr 2026 hinaus fortsetzen kann. Doch wie fundiert sind seine Aussagen?
Ein General auf Mission
Ben Hodges, der nach seiner Pensionierung in den USA kaum noch Beachtung findet, hat sich in Europa als Experte für den Ukraine-Krieg positioniert. In deutschen Talkshows und Zeitungen wie der Bild verbreitet er seine Thesen. Seine jüngste Prognose: Wenn der Westen weiterhin Geld und Waffen in die Ukraine pumpt, werde Russland kapitulieren. „Russland wird diesen Krieg nicht über das Ende des nächsten Jahres hinaus fortführen können“, erklärte er laut der Weltwoche.
Ein freudscher Versprecher?
Hodges, der sich in der Bild äußerte, ließ dabei einen bemerkenswerten Versprecher fallen. Er sprach davon, dass der Westen Russlands „Schattenflotte“ stoppen müsse, um den Krieg zu beenden. Doch was genau meint er damit? Kritiker werfen ihm vor, mit solchen Aussagen lediglich die westliche Unterstützung für die Ukraine weiter anheizen zu wollen – auf Kosten der europäischen Steuerzahler.
Die Kosten des Krieges
Während Hodges auf eine Niederlage Russlands setzt, bleibt die Frage, wie lange die westlichen Länder bereit sind, ihre Kassen für den Krieg zu plündern. Die Weltwoche kommentiert bissig, dass der „Lehnstuhl-General“ Russen und Ukrainer zu weiteren zwölf Monaten sinnlosen Blutvergießens verurteilt. Gleichzeitig fordert er von Europa, noch tiefer in die Tasche zu greifen.
Ein umstrittener Experte
Hodges’ Aussagen stoßen nicht überall auf Zustimmung. In den Kommentaren zur Weltwoche wird er scharf kritisiert. Ein Leser schreibt: „Kaltblütig verurteilt der Lehnstuhl-General damit Russen und Ukrainer zu weiteren zwölf Monaten sinnlosen Gemetzels.“ Ein anderer merkt an, dass Hodges’ Thesen vor allem in der Bild verbreitet werden – einer Zeitung, die nicht gerade für tiefgründigen Journalismus bekannt ist.
Prophezeiung oder Propaganda?
Ob Hodges mit seiner Prognose recht behält, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass seine Aussagen die Debatte um den Ukraine-Krieg weiter anheizen. Während die einen ihn als visionären Strategen feiern, sehen andere in ihm einen Propagandisten, der den Krieg verlängert, statt ihn zu beenden.
Credits: APA
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