Upgrading-Staatssekretär Schellhorn: Auch Kühlschrank für sein neues Büro bestellt

Upgrading-Staatssekretär Schellhorn: Auch Kühlschrank für sein neues Büro bestellt

Kommen in den neuen Kühlschrank im Büro von Sepp Schellhorn (NEOS) die besten Flascherln von Franz Hirtzberger, F.X. Pichler oder vom Weingut Knoll? Oder will der Deregulierungs-Staatssekretär nur besonders bescheiden leben und sein Jausenbrot kühlen? Der NEOS-Politiker, der seinen Dienstwagen upgraden ließ, sorgt auch mit dieser Bestellung für Kopfschütteln.

Wie eine aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Grünen nun belegt, hat sich der pinke Deregulierungs-Staatssekretär für seine Amtsräume in Wien auch einen neuen Kühlschrank bestellt – wobei sofort betont wird, dass Seppe Schellhorn diesen privat bezahlt hat. Trotzdem drängt sich nun die Frage auf, was der NEOS-Politiker kühlen will? Immerhin kommen andere Regierungsmitglieder mit dem Haushalts-Inventar der ministeriellen Teeküchen aus und müssen nicht wirklich etwas neben ihrem Schreibtisch in ihrem eigenen Büro kühlen.

Der seltsame Kühlschrank-Kauf des NEOS-Staatssekretärs ist aber bei weitem nicht das Hauptproblem der Amtsführung des Salzburger Gastronoms: So kritisieren immer mehr Social-Media-User dessen Leistungsbilanz nach 137 Tagen im Amt. Ein User meinte etwa: „Was wurde eigentlich von Sepp Schellhorn schon dereguliert? Welche konkreten Regelungen sind vereinfacht worden oder sind weggefallen? Was machen er und sein riesiges Mitarbeiterteam seit viereinhalb Monaten?“

Schellhorn in Paris und in Nizza

exxtra24 kann da vielleicht mithelfen und einen gewissen Tätigkeitsnachweis des Staatssekretärs liefern: Mitte April musste sich Sepp Schellhorn um die Anschaffung eines Audi A8 L (Neupreis: 120.000 Euro) als Dienstwagen kümmern. Ende April hatte der Politiker doch zumindest einige Minuten etwas zu tun, weil er exxtra24 aufgrund der kritischen Berichterstattung zum Dienstwagen-Deal telefonisch beschimpfte und mit dem Entzug von Werbeschaltungen durch sein Ressort drohte.

Anfang Mai musste in Hamburg ein Instagram-Selfie mit einem vor ihm liegendes Steak in einem Luxus-Restaurant geschossen werden. Wenige Wochen später hatte Sepp Schellhorn einen aufregenden Social-Media-Werbetermin für ein noch nie erschienenes Web-Magazin, dem nun sogar die Chefredakteurin abhanden gekommen ist. Kurz darauf folgte ein Antrittsbesuch (?) des Staatssekretärs bei der UNESCO in Paris – für diesen Job mit einer Gage von 17.000 Euro im Monat sind eben manche Opfer zu bringen.

Und am 10. Juni musste der Ober-Deregulierer dann in den sauren Apfel beissen und für die Bundesregierung mit seinem Mitarbeiterstab einige Tage in Nizza verbringen. Angeblich war die Teilnahme des Binnenlandes Österreich bei der UNO-Ozean-Konferenz enorm wichtig.

Insgesamt summierten sich die Reisen von Schellhorn auf neun Flüge und 117 Dienstautofahrten in nur 137 Tagen. Übrigens: Die angekündigte Entbürokratisierungsstelle sei erst im Aufbau und soll „erst ab September“ tätig werden.

Immer wichtige Termine: Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS)

Credit: APA

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