Eine neue Lazarsfeld-Umfrage für oe24 zeigt deutliche Verschiebungen im Parteienspiegel: Während die SPÖ unter Andreas Babler erneut auf einen Tiefstwert sank, büßt auch die ÖVP an Zustimmung ein. Die einzigen Gewinner der aktuellen Erhebung sind die FPÖ und kleinere Parteien – ein Ergebnis, das innenpolitisch für Gesprächsstoff sorgt. (wie oe24 berichtet)
SPÖ fällt erneut auf Allzeit-Tief
Die Sozialdemokraten haben in der Umfrage nur noch 17 Prozent Zustimmung – das ist der schlechteste Wert, der laut oe24 im Rahmen dieser Erhebung bislang gemessen wurde. Wie oe24 schreibt, fällt dieser Rückgang mit der jüngsten Personaldebatte in der SPÖ zusammen, in der lange offen war, ob Ex-Bundeskanzler Christian Kern gegen Parteichef Babler antreten sollte. Diese Debatte hat offenbar keine Stabilisierung gebracht, sondern im Gegenteil zu einem erneuten Vertrauensverlust geführt.
ÖVP ebenfalls im Minus
Auch die ÖVP kann von der Lage nicht profitieren. Nach einem kurzfristigen Höhenflug rund um eine Rede von Kanzler Christian Stocker fiel die Partei laut Umfrage wieder auf etwa 20 Prozent zurück – ein Wert, den politische Beobachter als „miserabel“ bezeichnen, angesichts von Regierungsverantwortung und jüngsten Initiativen.
Diese Entwicklung zeigt, dass auch die konservative Volkspartei mit Zustimmungsschwankungen zu kämpfen hat und derzeit keine klare Erholung im Wählerbild erreicht. Das deckt sich mit früheren Erhebungen, in denen ÖVP-Werte im einstelligen Bereich diskutiert wurden.
FPÖ klarer Profiteur
Als klare Gewinner gehen laut oe24 die Freiheitlichen um Herbert Kickl aus der Umfrage hervor: Sie liegen mit rund 37 Prozent deutlich vor allen anderen Parteien und bleiben damit auf einem historisch hohen Niveau. Diese Werte spiegeln auch frühere Umfrage-Tendenzen wider, wonach die FPÖ konstant Zustimmung aus dem bis dato wechselhaften Parteienfeld zieht.
Konsequenzen für die Regierungskoalition
Ein weiterer bemerkenswerter Befund der Umfrage: die sogenannte Ampel-Koalition (ÖVP, SPÖ, NEOS) käme in dieser Zusammensetzung laut Hochrechnung nicht auf eine parlamentarische Mehrheit mehr. Das bedeutet: Bei Neuwahlen lägen die Mehrheitsverhältnisse derzeit klar gegen die Regierungsparteien.
Credits: APA
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