Umfrage: Kaum Bewegung nach Regierungsklausur: FPÖ bleibt klar vorne

Umfrage: Kaum Bewegung nach Regierungsklausur: FPÖ bleibt klar vorne

Nach der jüngsten Regierungsklausur zeigt die erste Umfrage nur minimale Veränderungen im politischen Gefüge. Laut einer Erhebung der Lazarsfeld Gesellschaft, die zum Teil zeitgleich mit der Bekanntgabe des neuen Regierungsprogramms durchgeführt wurde, bleibt die FPÖ weiterhin deutlich an der Spitze. Die Regierungsparteien tun sich hingegen schwer, spürbar an Boden zu gewinnen – wie oe24.at berichtet.

FPÖ führt, ÖVP legt leicht zu

Wie die Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft mit 2.000 Befragten zeigt, bleibt die FPÖ mit 35 Prozent klar stärkste politische Kraft im Land – auch wenn sie im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt einbüßt. Der Vorsprung zur Konkurrenz ist weiterhin deutlich.

Die ÖVP um Kanzler Christian Stocker kann erstmals seit Wochen die 20-Prozent-Marke überspringen und kommt auf 21 Prozent. Das bedeutet ein leichtes Plus von zwei Prozentpunkten. Dennoch liegt die ÖVP weiterhin ganze 14 Prozentpunkte hinter der FPÖ.

Die SPÖ verharrt mit schwachen 18 Prozent auf ihrem bisherigen Niveau. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt und landen bei 10 Prozent, liegen damit aber immer noch knapp vor den NEOS mit 9 Prozent. Die KPÖ bleibt mit 3 Prozent klar unter der Hürde für den Einzug in den Nationalrat. In dieser Konstellation käme die Regierung auf eine äußerst knappe Mehrheit von 48 Prozent – so oe24.at.

Wechsel an der Spitze bringt keine Wende

Die Erhebung der Lazarsfeld Gesellschaft hat auch alternative Szenarien mit anderen Parteichefs durchgespielt – der große Umschwung bleibt jedoch aus. Würde etwa Ex-Kanzler Sebastian Kurz die ÖVP anführen, käme die Partei laut Umfrage nur auf 19 Prozent, also zwei Prozent weniger als aktuell mit Christian Stocker. Auch ein Wechsel zu Christian Kern an der SPÖ-Spitze würde laut Umfrage nichts ändern: Die SPÖ bliebe bei 18 Prozent. In diesem hypothetischen Szenario könnte die FPÖ mit Herbert Kickl als Spitzenkandidat sogar auf 36 Prozent zulegen.

In der Kanzlerfrage liegt Kickl weit vorne

Noch klarer zeigt sich die Dominanz von FPÖ-Chef Herbert Kickl in der direkten Kanzlerfrage. Mit 32 Prozent liegt Kickl deutlich vor allen anderen. Kanzler Christian Stocker kommt nur auf 13 Prozent.

Für Andreas Babler, den Vizekanzler der SPÖ, sind die Werte besonders enttäuschend. Er wird von NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger mit 9 Prozent überholt und liegt gemeinsam mit Grünen-Chefin Leonore Gewessler auf dem letzten Platz – beide erreichen nur 7 Prozent. Das unterstreicht das geringe Vertrauen in die Führungsfiguren der aktuellen Regierungsparteien.

Quelle: oe24.at
Credits: APA

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