Umfrage: Jetzt auch ÖVP unter 20 Prozent

Umfrage: Jetzt auch ÖVP unter 20 Prozent

Die andauernde Wirtschaftskrise und die hartnäckig hohe Inflation führen offenbar zu einer gnadenlosen Abrechnung der Wähler mit der amtierenden Regierung. Laut einer aktuellen Lazarsfeld-Umfrage, über die das Nachrichtenportal oe24 berichtet, kracht die Kanzlerpartei ÖVP nun erstmals unter die kritische 20-Prozent-Marke.

FPÖ im Höhenflug, während Regierungsparteien abstürzen

Die neuesten Zahlen zeichnen ein verheerendes Bild für die etablierten Parteien. Wie oe24 meldet, zeigt die Lazarsfeld-Umfrage, dass die ÖVP auf nur noch 19 Prozent abstürzt. Der SPÖ ergeht es kaum besser, sie verharrt bei katastrophalen 18 Prozent. Gleichzeitig setzt die FPÖ ihren unaufhaltsamen Aufstieg fort und legt einen weiteren Prozentpunkt zu, womit sie auf 38 Prozent kommt. Mit diesen Werten klopft FPÖ-Chef Herbert Kickl bereits an die 40-Prozent-Marke – eine Entwicklung, die in den Parteizentralen der Regierung für blanke Nerven sorgen dürfte.

Die Grünen liegen aktuell bei 11 Prozent, während die Neos einen Punkt zulegen und auf neun Prozent kommen. Das bedeutet, dass die drei Regierungsparteien zusammen nur noch auf 46 Prozent der Stimmen kämen, ein hauchdünner Vorsprung von acht Punkten vor der FPÖ allein. Noch dramatischer: Die beiden ehemaligen Großparteien, ÖVP und SPÖ, erreichen gemeinsam nur noch 37 Prozent und liegen damit hinter der FPÖ.

Kickl dominiert die Kanzlerfrage

Die fiktive Kanzlerfrage versetzt dem Establishment den nächsten Schlag. Auf die Frage, wen sie direkt zum Regierungschef wählen würden, erhält der amtierende Kanzler Christian Stocker laut der von oe24 zitierten Umfrage magere 11 Prozent der Stimmen. Sein Vizekanzler von der SPÖ, Andreas Babler, schneidet mit nur neun Prozent sogar noch schlechter ab.

Im krassen Gegensatz dazu ist FPÖ-Chef Herbert Kickl der klare Favorit: 29 Prozent der Befragten würden ihm direkt ihre Stimme geben. Dieser beeindruckende Vorsprung unterstreicht die tiefe Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierung und deutet auf einen starken Wunsch nach politischer Veränderung bei einem großen Teil der Wählerschaft hin. Bezeichnenderweise gaben ganze 37 Prozent der Wähler an, „andere“ oder „keinen“ zu wählen, was das weitverbreitete Misstrauen in die derzeitige politische Führung verdeutlicht.

Credits: APA

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