Die politische Landschaft in Österreich erlebt ein wahres Erdbeben. Eine aktuelle Umfrage, die das Lazarsfeld-Institut für das Nachrichtenportal oe24.at durchgeführt hat, zeichnet ein düsteres Bild für die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ. Während die Koalitionspartner in der Wählergunst weiter absinken, zementiert die FPÖ ihre Vormachtstellung an der Spitze. Besonders bitter ist das Ergebnis für SPÖ-Chef Andreas Babler, der einen neuen persönlichen Tiefpunkt erreicht.
Kanzler-Klatsche für Babler: Nur noch Platz 4
Die sogenannte Kanzlerfrage, bei der die Zugkraft der Parteichefs getestet wird, gerät für Andreas Babler zum Desaster. Wie oe24.at berichtet, würden nur noch magere 8 % der Befragten den SPÖ-Vorsitzenden direkt zum Kanzler wählen. Dieser Absturz katapultiert ihn hinter NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger auf den vierten Platz – eine herbe Demütigung für den Chef einer einstigen Großpartei.
Auch der amtierende Regierungschef Christian Stocker von der ÖVP kann kaum punkten. Trotz eines leichten Zuwachses auf 12 % scheint der Amtsbonus völlig zu verpuffen. Unangefochten an der Spitze thront FPÖ-Chef Herbert Kickl, den sich satte 31 % als Kanzler wünschen.
Sonntagsfrage: FPÖ enteilt der Konkurrenz
Noch dramatischer wird es beim Blick auf die Sonntagsfrage. Würde jetzt gewählt, käme die FPÖ laut der Umfrage auf überragende 38 %. Die ehemaligen Volksparteien ÖVP und SPÖ stürzen auf 19 % bzw. 18 % ab. Zusammengerechnet wären sie damit immer noch schwächer als die Kickl-Partei allein.
Die Grünen, die sich in der Opposition befinden, können davon kaum profitieren und liegen bei 10 %. Einzig die NEOS halten sich mit ebenfalls 10 % stabil knapp über ihrem letzten Wahlergebnis. Die Daten der Lazarsfeld-Umfrage, für die vom 1. bis 2. Dezember 2.000 Personen befragt wurden, lassen für die Ampelkoalition eine klare Botschaft erkennen: Die Krise ist tief und ein Ausweg scheint nicht in Sicht.
Credits: APA
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