Tumult in Wien: Antifa-Demo legt Politiker-Weinbar lahm

Tumult in Wien: Antifa-Demo legt Politiker-Weinbar lahm

Polizeieinsatz und linke Parolen im Herzen Wiens: Die bei Politikern beliebte Weinbar „Vino“ im ersten Bezirk stand am Donnerstagabend im Zentrum einer hitzigen Auseinandersetzung. Nach zwei Farbanschlägen in den Tagen zuvor versammelten sich nun Demonstranten der Antifa vor dem Lokal, was zu einer kompletten Abriegelung durch die Polizei führte.

Farbanschläge und geplatztes Treffen

Die Stimmung kochte hoch, nachdem Gerüchte die Runde machten, dass sich rechtsextreme „Identitäre“ im „Vino“ treffen wollten. Diese Meldung sorgte in der linken Szene für Aufregung. Wie das Nachrichtenportal oe24 berichtet, wurde das Lokal daraufhin gleich zweimal mit Farbbeuteln attackiert. Das „Vino“ ist aufgrund seiner Lage in unmittelbarer Nähe zur ÖVP-Zentrale, zum Rathaus und zur FPÖ-Zentrale ein beliebter Treffpunkt für Politiker verschiedenster Lager.

Für den Donnerstagabend war nicht nur das vermeintliche Treffen geplant, sondern auch eine offiziell angemeldete Demonstration der Antifa. Zwar sagten die Identitären ihr Meeting – die Reservierung lief laut Geschäftsführung auf den unauffälligen Namen „Müller“ – kurzfristig ab, doch die Antifa-Demonstranten ließen sich davon nicht beirren.

Polizei in Überzahl, Gäste trinken weiter

Gegen Abend zogen rund 25 bis 30 linke Aktivisten mit Ghettoblaster und Transparenten vor dem Rathauspark auf. Mit Slogans wie „Uni nazifrei“ und „FPÖ und Burschis bekämpfen“ machten sie ihrem Unmut Luft. Näher als 50 Meter kamen sie an das „Vino“ jedoch nicht heran. Ein massives Polizeiaufgebot riegelte die Weinbar großräumig ab, die Anzahl der Beamten überstieg die der Demonstranten bei Weitem.

Die rund 20 Gäste im Inneren des Lokals ließen sich von dem Trubel draußen offenbar nicht stören und genossen unbeeindruckt ihre Achterln. Die Situation blieb weitgehend friedlich, auch wenn die laute Musik der Demonstranten weithin zu hören war.

Tumult um vermeintlichen Spitzel

Für einen kurzen Moment der Aufregung sorgte ein Zwischenfall, als die Demonstranten einen Mann in ihren Reihen als vermeintlichen verdeckten Ermittler identifizierten. Der Mann ergriff jedoch sofort die Flucht. Außer einem aufgeschlagenen Knie und hitzigen Wortgefechten mit einer Polizistin kam es laut Berichten zu keinen weiteren nennenswerten Zwischenfällen. Bis zum Redaktionsschluss blieb die Lage unter Kontrolle, wenn auch angespannt.

Credits: Screenshot

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest
0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x