Trumps Vergeltungsdrohung: „Wir schlagen zurück!“

Trumps Vergeltungsdrohung: „Wir schlagen zurück!“

Nach einem tödlichen Angriff auf US-Soldaten in Syrien kündigt Donald Trump harte Maßnahmen an.

Blutiger Hinterhalt in der Wüste

Die antike Stadt Palmyra, bekannt für ihre historischen Ruinen, wurde erneut zum Schauplatz von Gewalt. Am Samstag gerieten US-Soldaten und ihre Verbündeten in einen tödlichen Hinterhalt. Laut Pentagon wurden zwei US-Soldaten und ein Dolmetscher von einem IS-Kämpfer getötet. Drei weitere Soldaten wurden verletzt. Der Angreifer wurde von verbündeten Kräften eliminiert, wie „Bild“ berichtet.

Die Mission der Soldaten war klar: Unterstützung der laufenden Operationen gegen den Islamischen Staat (IS). Doch der Angriff zeigt, dass die Terrormiliz weiterhin aktiv ist. Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte auf der Plattform X: „Wenn Sie Amerikaner angreifen, werden wir Sie jagen und gnadenlos töten.“

Trump kündigt harte Maßnahmen an

US-Präsident Donald Trump reagierte umgehend. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: „Wir trauern um den Verlust von drei großen amerikanischen Patrioten. Es wird sehr ernste Vergeltungsmaßnahmen geben.“ Auf die Frage eines Journalisten, ob sich die Maßnahmen gegen den IS richten würden, antwortete Trump entschlossen: „Ja, wir schlagen zurück.“

Trump betonte zudem, dass der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa, ein ehemaliger Dschihadist, über den Angriff „äußerst verärgert“ sei. Al-Scharaa, der erst im November im Weißen Haus empfangen wurde, gilt als Trumps Hoffnungsträger für ein stabiles Syrien.

Warnungen ignoriert?

Die syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete, dass die US-Truppen vor einem möglichen Angriff gewarnt worden seien. Diese Warnungen seien jedoch ignoriert worden. Der Angriff ereignete sich während einer gemeinsamen Ortsbegehung nahe Palmyra. Verwundete wurden per Hubschrauber zur US-Militärbasis al-Tanf gebracht.

Ein Pulverfass namens Syrien

Palmyra, ein UNESCO-Weltkulturerbe, war bereits in der Vergangenheit Schauplatz schwerer Kämpfe. Der IS hatte die Stadt zeitweise unter Kontrolle und hinterließ eine Spur der Zerstörung. Trotz der internationalen Koalition unter US-Führung bleibt die Region ein gefährliches Terrain.

Die USA hatten im Frühjahr angekündigt, ihre Truppenstärke in Syrien zu halbieren. Ob diese Reduktion bereits umgesetzt wurde, ist unklar. Doch der jüngste Angriff zeigt, dass der Kampf gegen den Terrorismus noch lange nicht vorbei ist.

Credits: APA

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