Trump will Epstein-Akten freigeben: „Haben nichts zu verbergen“

Trump will Epstein-Akten freigeben: „Haben nichts zu verbergen“

In einer spektakulären Wendung, die in Washington für Aufsehen sorgt, hat US-Präsident Donald Trump seine Meinung zur Veröffentlichung der brisanten Epstein-Akten geändert. Bisher stand er einer Freigabe der Dokumente über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kritisch gegenüber. Doch nun fordert er seine Parteikollegen auf, für die Enthüllung zu stimmen.

„Wir haben nichts zu verbergen“

Über seine Online-Plattform Truth Social verkündete Trump am Sonntag eine Botschaft, die viele überraschte. „Die Republikaner im Repräsentantenhaus sollten dafür stimmen, die Epstein-Akten freizugeben, denn wir haben nichts zu verbergen“, schrieb der Präsident. Diese plötzliche Unterstützung für Transparenz kommt, nachdem aus den eigenen Reihen, insbesondere von seiner MAGA-Bewegung, der Druck monatelang gestiegen war, endlich alle Fakten auf den Tisch zu legen.

Wie das Nachrichtenportal oe24.at berichtet, steht diese Kehrtwende im krassen Gegensatz zu seiner bisherigen Haltung. Trump hatte zwar im Wahlkampf versprochen, die Akten zu veröffentlichen, ließ nach seiner Vereidigung aber nur wenige, kaum aussagekräftige Dokumente freigeben.

Belastende Bilder und neue Dokumente

Der Fall Epstein ist ein Sumpf aus Missbrauch und prominenten Namen. Der Finanzinvestor wurde beschuldigt, über Jahre hinweg minderjährige Mädchen missbraucht und sie an einflussreiche Persönlichkeiten weitergereicht zu haben. Sein Tod im Jahr 2019 in einer New Yorker Gefängniszelle wird offiziell als Suizid geführt, doch die Gerüchteküche brodelt. Viele seiner Anhänger glauben, er wurde ermordet, um zu verhindern, dass er gegen mächtige Mittäter aussagt.

Trump selbst bestreitet vehement, engere Beziehungen zu Epstein gehabt zu haben. Doch diese Darstellung bekommt immer mehr Risse. Zahlreiche Fotos und Videos aus früheren Jahren zeigen die beiden Millionäre vertraut miteinander. Jüngst aufgetauchte E-Mails und Dokumente legen zudem nahe, dass die Verbindung weitaus enger war als bisher zugegeben.

Druck aus dem Kongress wächst

Die neue Positionierung Trumps könnte eine Reaktion auf den wachsenden politischen Druck sein. Das Repräsentantenhaus plant, diese Woche einen parteiübergreifenden Antrag zu verabschieden, der die Regierung zur vollständigen Offenlegung aller Ermittlungsakten im Fall Epstein zwingen soll. Mit seinem Vorstoß versucht der Präsident nun offenbar, die Kontrolle über das Narrativ zurückzugewinnen und sich als Kämpfer für die Wahrheit zu inszenieren. Die Welt wartet gespannt darauf, welche Geheimnisse die vollständigen Akten ans Licht bringen werden.

Credits: APA

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