US-Präsident Donald Trump, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Kreml-Chef Wladimir Putin stehen im Fokus der internationalen Diplomatie. Während die Ukraine um Sicherheitsgarantien kämpft, plant Trump ein historisches Dreiertreffen.
Ein Treffen mit Folgen?
Am Montag versammelten sich die Spitzen der Weltpolitik im Weißen Haus. Neben Selenskyj waren auch Deutschlands Kanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premier Keir Starmer und weitere hochrangige Vertreter der NATO und EU anwesend. Ziel: Eine Lösung für den seit über drei Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Während die europäischen Staatschefs auf einen Waffenstillstand drängten, zeigte sich Trump gewohnt pragmatisch:
„Wir können an einem Deal arbeiten, während sie kämpfen“, erklärte er.
Ein Satz, der polarisiert.
Trump telefoniert mit Putin – und plant Großes
Inmitten der Gespräche unterbrach Trump die Runde für ein 40-minütiges Telefonat mit Wladimir Putin. Laut Kreml-Berater Juri Uschakow sollen künftige Verhandlungen auf höchster Ebene stattfinden. Trump ging noch einen Schritt weiter: Auf seiner Plattform Truth Social kündigte er an, ein direktes Treffen zwischen Selenskyj und Putin vorzubereiten – mit ihm selbst als Vermittler.
„Ein trilaterales Treffen ist der nächste logische Schritt“, kommentierte der britische Premier Starmer. Auch Selenskyj zeigte sich offen für diese Idee. Laut Kanzler Merz könnte das Treffen bereits in den nächsten zwei Wochen stattfinden.
Sicherheitsgarantien und ein Milliarden-Deal
Ein zentrales Thema der Gespräche: Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Selenskyj forderte ein starkes Signal aus Washington. Laut der „Financial Times“ plant Kiew einen Waffenkauf im Wert von 100 Milliarden Dollar, finanziert von europäischen Staaten. Zudem soll ein Abkommen zur gemeinsamen Drohnenproduktion mit den USA geschlossen werden.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach von einem „Durchbruch“, während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Fortschritte bei den Sicherheitsgarantien lobte.
Druck auf Selenskyj – und ein modisches Lob
Trump machte jedoch auch Druck: Einen NATO-Beitritt der Ukraine und die Rückgabe der Krim bezeichnete er als unrealistisch. Gleichzeitig lobte er Selenskyjs Outfit – ein schwarzes Hemd und eine Jacke – und erinnerte an ein früheres Treffen, bei dem Selenskyj wegen seiner Kleidung in die Kritik geraten war.
Putins Bedingungen: Ein Gebietstausch?
Putin präsentierte laut „New York Times“ weitreichende Bedingungen für ein Kriegsende. Ein Einfrieren der Frontlinie und ein möglicher Gebietstausch stehen im Raum. Zudem bot der Kreml-Chef schriftliche Zusicherungen an, keine weiteren europäischen Länder anzugreifen. Doch wie realistisch sind diese Versprechen?
Ein Gipfel mit ungewissem Ausgang
Die Welt blickt gespannt auf die nächsten Schritte. Wird es Trump gelingen, Selenskyj und Putin an einen Tisch zu bringen? Und welche Rolle spielen die Sicherheitsgarantien der USA und Europa? Eines ist sicher: Die kommenden Wochen könnten entscheidend für die Zukunft der Ukraine und Europas sein.
Credits: APA
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