Drei Tage nach der Veröffentlichung Tausender Ermittlungsakten im Fall Jeffrey Epstein hat sich Donald Trump erstmals ausführlich geäußert. Dabei überraschte der US-Präsident mit einer Mischung aus Empörung und ungewohnt milden Tönen gegenüber seinem einstigen politischen Rivalen Bill Clinton. Wie oe24.at berichtet, bezeichnete Trump die Enthüllungen als „schrecklich“ und kritisierte die Veröffentlichung von Fotos, die prominente Persönlichkeiten wie Clinton zeigen.
„Ich mag die Bilder von Bill Clinton nicht, die gezeigt werden. Ich mag die Bilder von anderen Leuten nicht, die gezeigt werden. Ich finde das eine schreckliche Sache“, erklärte Trump in einem Interview. Auffällig: Seine früheren scharfen Angriffe auf Clinton blieben diesmal aus.
Brisante Enthüllungen: Clinton und andere Prominente im Fokus
Die vom US-Justizministerium veröffentlichten Akten enthalten zahlreiche Fotos und Dokumente, die prominente Persönlichkeiten in Verbindung mit Epstein zeigen. Besonders oft taucht der Name Bill Clinton auf. Laut oe24.at ist der ehemalige Präsident unter anderem auf Bildern zu sehen, die ihn beim Schwimmen mit Ghislaine Maxwell, Epsteins langjähriger Vertrauter, zeigen.
Trump, der in der Vergangenheit immer wieder versucht hatte, Clinton mit Epstein in Verbindung zu bringen, schlug nun mildere Töne an. „Ich mag Bill Clinton, ich habe mich immer gut mit ihm verstanden, ich respektiere ihn“, sagte Trump. Gleichzeitig betonte er, dass viele der abgebildeten Personen unschuldig seien und lediglich zufällig auf denselben Partys wie Epstein gewesen seien.
Die Tragweite des Epstein-Skandals
Jeffrey Epstein, der 2019 unter mysteriösen Umständen in seiner Gefängniszelle starb, hatte über Jahre hinweg einen Missbrauchsring betrieben, dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Wie oe24.at berichtet, hatte Epstein beste Kontakte in die High Society, was den Skandal besonders brisant macht. Die nun veröffentlichten Akten werfen erneut die Frage auf, welche prominenten Persönlichkeiten in die Machenschaften verwickelt sein könnten.
Clinton fordert vollständige Transparenz
Inmitten der Kontroverse forderte Clintons Sprecher Angel Urena auf der Plattform X (ehemals Twitter) die vollständige Veröffentlichung aller Akten, die den ehemaligen Präsidenten betreffen. Eine selektive Veröffentlichung, so Urena, könne den Eindruck erwecken, dass es dem Justizministerium nicht um Transparenz, sondern um gezielte Anschuldigungen gehe.
Ein politisches Schachspiel?
Warum Trump plötzlich auf Angriffe gegen Clinton verzichtet, bleibt unklar. Beobachter spekulieren, dass der ehemalige Präsident versucht, sich von der Kontroverse zu distanzieren, um nicht selbst in den Fokus zu geraten. Schließlich hatte auch Trump in der Vergangenheit Kontakt zu Epstein, was immer wieder für Schlagzeilen sorgte.
Credits: APA
Neueste Kommentare