Donald Trump macht der Ukraine, macht der Welt auf Social-Media Hoffnung. Auf Truth Social verkündete er, es gebe eine „sehr gute Chance“, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden. Laut Trump habe er „sehr gute und produktive Gespräche“ mit Wladimir Putin geführt. Zudem habe er den russischen Präsidenten gebeten, das Leben eingeschlossener ukrainischer Soldaten zu verschonen. Andernfalls drohe ein „schreckliches Massaker, wie man es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen hat“.
Ukraine dementiert Einkesselung
Mit seinen Äußerungen bezog sich Trump offenbar auf Kämpfe in der russischen Grenzregion Kursk, wo russische Truppen zuletzt Geländegewinne vermeldet hatten. Zu möglichen Bedingungen Putins für eine Waffenruhe äußerte sich Trump nicht.
Der ukrainische Generalstab weist Berichte über eine Einkesselung seiner Truppen in der russischen Oblast Kursk als falsch zurück. Eine solche Gefahr bestehe nicht, da man sich in „günstigere“ Verteidigungspositionen zurückgezogen habe – eine Formulierung, die oft für einen geordneten Rückzug steht. Auf wen sich diese Angaben beziehen, blieb unklar. Donald Trump hingegen erklärte ohne nähere Details, Tausende ukrainische Soldaten seien „vollständig von russischem Militär umzingelt“.
Bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates sprach Wladimir Putin über Trumps Bitte, die eingeschlossenen Soldaten zu verschonen – und erklärte sich einverstanden. Voraussetzung sei allerdings, daß die ukrainische Führung ihre Truppen im Gebiet Kursk anweise, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben.
Putin hatte bereits am Vortag behauptet, die ukrainischen Kräfte in Kursk seien komplett isoliert. Die Truppen waren im August überraschend in die Region eingerückt und hatten nach eigenen Angaben ein Gebiet von mehr als 1.300 Quadratkilometern erobert. Russland reagierte mit einer Gegenoffensive und konnte mit Unterstützung nordkoreanischer Soldaten verlorenes Terrain zurückgewinnen.
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