Triumph für Trump: UN segnet Gaza-Friedensplan ab

Triumph für Trump: UN segnet Gaza-Friedensplan ab

Ein „historischer Moment“ – so feiert Donald Trump die breite Zustimmung des UN-Sicherheitsrats zu seinem Gaza-Friedensplan. Doch nicht alle sind begeistert.

UN-Sicherheitsrat stimmt zu – Trump jubelt

Der UN-Sicherheitsrat hat mit 13 von 15 Stimmen den von Donald Trump vorgelegten Gaza-Friedensplan angenommen. Russland und China enthielten sich, verzichteten jedoch auf ein Veto. Die Resolution sieht eine Übergangsverwaltung und internationale Stabiltruppen vor, um den Gazastreifen zu befrieden. Auch die Möglichkeit eines palästinensischen Staates wird erwähnt.

Trump selbst ließ es sich nicht nehmen, den Erfolg auf seiner Plattform Truth Social zu feiern. „Ein Moment von wahrem historischem Ausmaß“, schrieb er und kündigte an, den Vorsitz des neu geschaffenen „Friedensrats“ zu übernehmen. Dieser soll aus internationalen Experten und palästinensischen Vertretern bestehen und bis Ende 2027 tätig sein.

Lob und Kritik: Die Welt ist gespalten

Während Israels UN-Botschafter Danny Danon die Resolution als wichtigen Schritt zur Sicherheit Israels lobte, hagelte es Kritik von der Hamas. Die Organisation lehnt den Plan ab und bezeichnete ihn als Versuch, den Gazastreifen unter internationale Kontrolle zu stellen. „Das ist ein Angriff auf die Rechte der Palästinenser“, hieß es in einer Stellungnahme.

Auch innerhalb Israels gibt es Bedenken. Kritiker monieren, dass die Resolution von einem „glaubwürdigen Weg zur palästinensischen Selbstbestimmung und Staatlichkeit“ spricht – ein heikles Thema für die rechtskonservative Regierung in Jerusalem.

Ein steiniger Weg zum Frieden

Trotz der Zustimmung bleiben viele Fragen offen. Die Entwaffnung der Hamas, der Abzug der israelischen Armee und die Zukunft des Gazastreifens sind weiterhin umstritten. Wie die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtet, fordert die Palästinensische Autonomiebehörde eine sofortige Umsetzung der Resolution. Sie sieht darin eine Chance, den Friedensprozess auf Basis der Zweistaatenlösung voranzutreiben.

Die G7-Staaten hatten sich im Vorfeld ebenfalls für den Plan starkgemacht. Doch die Uneinigkeit im Sicherheitsrat, insbesondere durch die kritische Haltung Russlands und Chinas, zeigt, wie fragil der Konsens ist.

Quellen: Truth Social, exxpress.at, palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa

Credits: APA

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