Es sind Bilder, die das Herz zerreißen: Tausende Rinder, eingepfercht auf einem Transportschiff, knietief in ihren eigenen Ausscheidungen, ohne Hoffnung auf Rettung. Die „Spiridon II“, ein Frachter, der ursprünglich von Uruguay in die Türkei unterwegs war, ist zum Symbol für das Leid der Tiere auf hoher See geworden.
Monatelanges Martyrium vor der türkischen Küste
Das Drama begann vor zwei Monaten, als das Schiff vor der türkischen Küste zum Stillstand kam. Der Grund: Fehlende Papiere und Chips der Tiere. Die türkischen Behörden verweigerten die Einfuhr, und so begann ein monatelanges Ausharren – für die Tiere ein Albtraum ohne Ende.
Die Tierschutzorganisation Animal Welfare Foundation schlug Alarm. Auf ServusTV bezeichnete sie die Rückfahrt nach Uruguay als „Todesurteil“ für die Tiere. „Die meisten werden einen dritten Monat auf See nicht überleben“, so ein Sprecher der Organisation. Tierärzte gibt es an Bord nicht und die hygienischen Zustände sind katastrophal.
Tragödien an Bord: Fehlgeburten und Tod
Die Zustände auf der „Spiridon II“ sind erschütternd. Laut Animal Welfare Foundation sind mehr als die Hälfte der Tiere trächtig, einige haben bereits gekalbt. Über 100 Rinder sollen bereits verendet sein. Die Tiere leiden unter Hunger, Stress und den unvorstellbaren Bedingungen auf dem Schiff.
„Die Rinder stehen knietief in ihren eigenen Ausscheidungen, und jeglicher Abfall wurde seit Beginn der Reise nicht entsorgt“, berichtet die Tierschutzorganisation weiter. Die Rückfahrt nach Uruguay, die nun angetreten wurde, bedeutet für die Tiere eine weitere Tortur.
Ein Appell an die Menschlichkeit
Die Bilder und Berichte von der „Spiridon II“ haben weltweit für Entsetzen gesorgt. Unter dem Hashtag #stoppqualtransporte fordern Tierschützer ein Ende solcher grausamen Tiertransporte. „Es ist an der Zeit, dass wir als Gesellschaft Verantwortung übernehmen und diese Praktiken beenden“, so ein Sprecher der Animal Welfare Foundation.
Die Organisation ruft dazu auf, den Druck auf die Politik zu erhöhen, um solche Transporte zu verbieten. „Jedes Tier hat ein Recht auf ein würdiges Leben – und das beginnt mit einem Ende dieser grausamen Transporte.“
Quellen: exxpress.at, ServusTV, Animal Welfare Foundation
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