Manchester – Es war ein Angriff, der die Welt erschütterte: Am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur griff ein Mann vor der Heaton Park Synagoge in Manchester unschuldige Menschen an. Der mutmaßliche Täter, Jihad Al-Shamie (35), ein britischer Staatsbürger syrischer Abstammung, tötete zwei Menschen und verletzte vier weitere, bevor die Polizei ihn nach nur sieben Minuten neutralisierte.
Wie die „Daily Mail“ berichtet, wurde der Angriff von einem Video dokumentiert, das aus einem Auto heraus aufgenommen wurde. Darauf zu sehen: Ein Mann mit Glatze und Vollbart, der mit einem Messer bewaffnet und einem vermeintlichen Sprengstoffgürtel um die Hüfte vor der Synagoge steht.
Der erste Notruf: „Ein Auto fuhr auf Menschen zu“
Um 9:31 Uhr ging der erste Notruf bei der Polizei ein. Ein Zeuge berichtete, dass ein Auto gezielt auf Menschen vor der Synagoge zugerast sei, bevor der Fahrer mit einem Messer auf die Opfer losging. Nur sieben Minuten später, um 9:38 Uhr, eröffneten schwer bewaffnete Polizisten das Feuer auf den Angreifer. Laut einem Sprecher der Greater Manchester Police konnte man sich dem Täter zunächst nicht nähern, da die Gefahr eines Sprengstoffanschlags bestand.
Mutige Gläubige verhinderten Schlimmeres
Dank des schnellen Handelns der Sicherheitskräfte und der mutigen Mitglieder der jüdischen Gemeinde konnte der Angreifer daran gehindert werden, in die Synagoge einzudringen. Rabbi Daniel Walker, dessen Kleidung nach dem Vorfall blutverschmiert war, soll laut „BILD“ eine entscheidende Rolle dabei gespielt haben, den Täter aufzuhalten.
Ermittlungen laufen: Zwei Verdächtige festgenommen
Nach der Tat wurden zwei weitere Personen festgenommen, wie ein Sprecher von Scotland Yard bestätigte. Ob es sich dabei um Mittäter handelt, ist noch unklar. Die britischen Behörden gehen jedoch von einem gezielten Terroranschlag aus und haben den nationalen Einsatzplan zur Terrorismusbekämpfung aktiviert.
Reaktionen aus Politik und Gesellschaft
Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilte die Tat scharf und sprach von einem „abscheulichen Angriff auf Juden, weil sie Juden sind“. Er kündigte an, den Schutz von Synagogen im ganzen Land zu verstärken. Auch Prinz William und seine Frau Kate äußerten sich entsetzt über den Angriff und sprachen den Familien der Opfer ihr Beileid aus.
Eine Gemeinde in Trauer
Manchester, Heimat einer der größten jüdischen Gemeinden Großbritanniens, steht unter Schock. Mehr als 28.000 Juden leben hier, wie das Institute for Jewish Policy Research berichtet. Die Trauer und das Entsetzen über den Angriff sind groß, doch die Gemeinde zeigt sich entschlossen, zusammenzustehen.
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