Tausende Unterstützer fehlen: Geht Medienprojekt mit Schellhorn baden?

Tausende Unterstützer fehlen: Geht Medienprojekt mit Schellhorn baden?

Erst vor zehn Tagen machte Deregulierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) noch Werbung für ein Medienprojekt, das es noch nicht gibt – und vielleicht auch gar nicht geben wird: Dem Medien-Unternehmer von Jetzt, der 5000 Unterstützer bis zum heutigen 12. Juni für sein Bezahl-Modell einspannen wollte, fehlen nämlich gleich 2000 dieser Einzahler.

Bis zum schrägen Auftritt des NEOS-Staatssekretärs vor zehn Tagen auf Instagram hat es das noch nie gegeben: Ein Politiker der amtierenden Bundesregierung macht Werbung für ein einziges Medium, das ihm eben passt – natürlich wurden hier sofort Vorwürfe der Politik-Verhaberung eines neuen Mediums laut, die Eigentümer von Jetzt kamen derart unter Druck, dass sie die Bewerbungsbilder mit Schellhorn von ihrer Website nahmen.

2000 Unterstützer fehlen am Stichtag

Die Fotos vom ins Wasser fallenden NEOS-Politiker dürften den Machern des neuen Medienprojekts aber wenig Glück und wenig neue Einzahler gebracht haben: Am selbst ausgegebenen Stichtag – heute – hat Jetzt nicht die gewünschten 5000, sondern nur 3062 Unterstützer – also fast 2000 zu wenig. Der Initiator des Projekts ließ nun dazu auf die Website schreiben: „Auf Grund des Amoklaufs in Graz haben wir diese Kampagne für die Dauer der Staatstrauer unterbrochen. Wir halten dich über alles Weitere auf dem Laufenden.“ Ein X-User meinte dazu: „Auch etwas irritierend, die Toten von Graz als Ausrede zu verwenden.“

Das Wasserwerbe-Video von Schellhorn hat also auch recht wenig Unterstützer gebracht. Apropos Wasser: Für viel Kritik sorgte auch der Auftritt des pinken Staatssekretärs, der ja in der Bundesregierung sparen sollte, bei der Ozean-Konferenz der Vereinten Nationen in Nizza. Viele Österreicher konnten nicht ganz nachvollziehen, warum es derart wichtig wäre, diese Dienstreise nach Südfrankreich in Zeiten des Sparbefehls zu finanzieren. Eine parlamentarische Anfrage wird sicher zeigen, wie teuer Schellhorns Ausflug an die Côte d’Azur (samt Entourage) wirklich war.

Credits: Instagram/Screenshot

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