Die Energiepreise steigen, die Haushalte reagieren. Im ersten Quartal 2026 haben deutlich mehr Österreicher ihren Strom- oder Gasanbieter gewechselt als im Vorjahreszeitraum. Spitzenreiter: Ober- und Niederösterreich.
137.479 Wechsel — mehr als je zuvor im ersten Quartal
Wie meinbezirk.at unter Berufung auf Zahlen der staatlichen Regulierungsbehörde E-Control berichtet, haben im ersten Quartal 2026 insgesamt 137.479 Konsumenten in Österreich ihren Energielieferanten gewechselt. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es knapp 133.000. Die Wechselrate lag bei Strom bei 1,7 Prozent, bei Gas sogar bei 2,4 Prozent. Konkret suchten mehr als 110.000 Personen einen neuen Stromlieferanten, rund 27.000 einen neuen Gasanbieter.
Wo am meisten gewechselt wird
Die regionalen Unterschiede sind beträchtlich. Bei Strom führt Niederösterreich die Wechselstatistik mit 2,5 Prozent an, gefolgt von Oberösterreich und der Steiermark mit jeweils zwei Prozent. Beim Gas liegt die Steiermark vorne mit 3,6 Prozent, dahinter folgen Oberösterreich mit drei und Niederösterreich mit 2,9 Prozent. Schlusslicht ist laut meinbezirk.at in beiden Kategorien Tirol — dort scheuen Konsumenten den Anbieterwechsel am häufigsten.
Geopolitische Krisen als Treiber
Die Gründe für den Anstieg liegen laut E-Control auf der Hand. „Geopolitische Krisen haben die Energieversorgung und -preise in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt“, erklärt E-Control-Vorstand Alfons Haber laut meinbezirk.at. „Steigende Preise auf den Großhandelsmärkten haben sich kurzfristig recht unterschiedlich für die Endkunden bemerkbar gemacht.“ Bei Haushalten seien Preissprünge bei Strom und Gas zwar noch nicht so stark spürbar wie an den Tankstellen — aber der Trend zeige, dass Konsumenten ihre Fixkosten aktiv hinterfragen.
Habers Empfehlung: der E-Control-Tarifkalkulator, mit dem sich Angebote vergleichen lassen — auch außerhalb der Wechselwellen.
Credits: APA
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