Sicherheits-Expertin warnt: Mehrheit der Jungen gegen Wehrpflicht

Sicherheits-Expertin warnt: Mehrheit der Jungen gegen Wehrpflicht

800 Milliarden Euro Steuergeld will die EU-Spitze dafür auftreiben, dass neue Waffensysteme beschafft werden, und auch die deutsche Bundesregierung will von dem 1000-Milliarden-Infrastrukturpaket gewaltige Summen bei Rüstungsunternehmen ausgeben.

Das kleine Problem dabei: Es fehlt an Soldaten, die diese High-Tech-Panzer, Drohnen, Helikopter und Kampfjets dann auch bedienen – die Wehrpflicht ist in Deutschland seit 2011 ausgesetzt. Und für eine Wiedereinführung gibt es aktuell bei den Jungen keine Mehrheit: Laut YouGov-Umfrage vom März 2025 befürworten in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen nur 33 % die Wiedereinführung der Wehrpflicht, während 61 % dagegen sind.

Gegen „Wehrpflicht neu“ kämen Verfassungsklagen

Das erwähnte nun auch Jana Puglierin, Sicherheitsexpertin vom European Council on Foreign Relations, in der bekannten Talkshow Caren Miosga bei der ARD: Würde die Wehrpflicht nach der Aussetzung 2011 im ursprünglichen Gewand wiedereingeführt werden, so wie es die Union vorhat, wäre das durchaus risikoreich und würde zu Klagen vor dem Verfassungsgericht führen.

Auch über den allgemeinen Zustand der Bundeswehr wurde in der Talkshow, bei der auch Ex-Außenminister Joschka Fischer dabei war, gesprochen: Deutschland hat momentan knapp 182.000 Soldaten. Man bräuchte bei einem konventionellen Angriff Russlands alle 900.000 Reservisten, aber an diese komme die Bundeswehr überhaupt nicht heran. Die Munition reiche je nach Waffensystem, von denen es viel zu wenig gebe, „nur für wenige Tage“. Abwehr gegen Drohnen besitze Deutschland auch nicht.

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