Österreich leistet sich einen Staatssekretär für Entbürokratisierung, und um den ist es in den letzten Wochen ruhig geworden: Sepp Schellhorn. Ein Mann mit großen Plänen und noch größeren Ankündigungen. Das Problem? Die Realität sieht anders aus.
Während Sepp noch überlegt, wie er die österreichische Bürokratie reformieren könnte, haben die Dänen längst geliefert. Steuererklärung? Ein Fingerwisch auf dem Smartphone. Fertig. Keine Papierberge, keine Amtswege, keine Wartezeiten. Dänemark führt Europas Digitalisierungs-Ranking an – nicht zufällig.
Was die Dänen richtig machen
Die dänische Lösung ist bestechend simpel: Bürokratie soll dem Bürger dienen, nicht umgekehrt. Während wir Formulare in dreifacher Ausfertigung ausfüllen, erledigen Dänen ihre Behördengänge digital – transparent, schnell und fehlerfrei. Das Ergebnis? Kaum Steuerhinterziehung, zufriedene Bürger und ein Staat, der funktioniert.
Sepps Stolpersteine
Unser Staatssekretär träumt zwar von digitaler Transformation, produziert aber eher Schlagzeilen der ungewollten Art. Ob Audi A8-Affäre oder missglückte PR-Auftritte – Schellhorn versteht es, im Gedächtnis zu bleiben. Nur leider nicht als Reformer.
Dabei ist es verdächtig still um Sepp Schellhorn geworden. Bedenkt man, dass sein Büro inklusive Mitarbeiter den Steuerzahler jährlich rund 1,6 Millionen Euro kostet, stellt sich die Frage: Sepp, wo bist du? Für diese Summe wäre zumindest so etwas wie ein Plan angebracht – bislang bleibt sein Wirken aber, zumindest öffentlich, hinter den Erwartungen zurück. Es redet sich halt leichter, als man tut.
Der Realitätscheck
Die Lösung liegt auf der Hand: Weniger reden, mehr machen. Die Dänen zeigen, wie’s geht. Vielleicht sollte Sepp den Dienstwagen stehen lassen, nach Kopenhagen fliegen und sich dort eine Lektion in effizienter Verwaltung abholen – oder vielleicht ist er schon dort. Aber Achtung: Diesmal bitte ohne Fettnäpfchen.
Credits: APA
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