Deutschland hat eine neue Regierung – und alles bleibt beim Alten. Alles? Nein! Denn ein zentraler Faktor der täglichen Unterhaltung war zweifellos die bisherige Bundesaußenministerin Annalena Baerbock.
Die Comedy-Szene trägt nun Trauerflor, denn ihre Bereitschaft, von einem Fettnapf in den nächsten zu treten, war einzigartig. Doch die Ernennung von Beate Meinl-Reisinger zur neuen Außenministerin macht der Kabarettbranche neue Hoffnung.
Mit wirren Reden, dem großzügigen Verteilen von zig Steuermillionen an die Ukraine, Syrien oder Burkina Faso und der Fähigkeit, sich direkt nach Amtsantritt gleichzeitig mit Washington, Moskau und Belgrad anzulegen, beweist sie: Beate kann Annalena!
Frauen im Außenministerium sind in Europa längst keine Seltenheit mehr. Immerhin elf der 27 EU-Mitgliedsstaaten setzen derzeit auf Ministerinnen zur Wahrung der internationalen Beziehungen. Meist solche, die mit Feingefühl und Diplomatie ein ambivalentes Verhältnis pflegen.
Warum also Frauen auf diesem Posten? Die Erklärung ist simpel: Sie lieben Städtereisen, schätzen Gemeinschaft und fühlen sich im Kreise ihrer Geschlechtsgenossinnen am wohlsten.
Kinderfeste liefern den besten Beleg: Zwischen Girlanden, Luftballons und einer Flasche Kindersekt kann man ausgelassen plaudern und posieren – ganz ohne Gefahr, dass das öffentliche Gegacker als außenpolitisches Störgeräusch wahrgenommen wird.
Ein Kindergeburtstag in Stockholm, eine Überraschungsparty in Vaduz, Einhornschatzsuche in Vilnius oder das Laterndlfest in Reykjavík – der Terminkalender ist voll, das Meilenkonto ebenso.
Frauen im Außenamt – ein genialer Schachzug europäischer Diplomatie und Quotenpolitik. Solange es bei Kinderpartys bleibt, ist auch kein Schaden zu befürchten.
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