Erst vor fünf Tagen damit aufgeblattelt, dass er trotz 10.500-Euro-Gage ein Drittel der Sitzungen im EU-Parlament schwänzt, fehlte Helmut Brandstätter (NEOS) heute wieder bei einer EU-Ausschusssitzung. Die FPÖ kritisiert deshalb erneut (Zitat) „Faulstätter“.
Hat der Hund das mit Spesen bezahlte Flugticket Wien-Brüssel gefressen? War die Jubelfeier zum Wyshywanka-Tag der Ukraine zu anstrengend? Oder war es die gefürchtete eintägige Darmgrippe? Helmut Brandstätter (70, NEOS) erschien jedenfalls auch zur heutigen Sitzung des außenpolitischen Ausschusses der Europäischen Union nicht im Sitzungssaal – ob er via Home-Office dabei war, konnte bisher noch nicht bestätigt werden.
Für den EU-Abgeordneten Harald Vilimsky, dem Fraktionsführer der Freiheitlichen in Brüssel, ist dieses Verhalten Brandstätters ungeheuerlich: Immerhin – exxtra24 hat berichtet – ist der streitbare NEOS-Politiker erst vor fünf Tagen damit aufgeblattelt worden, dass er nur knapp über 60 % aller Parlamentssitzungen in Brüssel oder Straßburg besucht und somit der österreichische EU-Abgeordnete mit den meisten Fehlzeiten ist. Was dabei nicht vergessen werden darf: Das Grundgehalt für einen EU-Mandatar beträgt 10.500 Euro und wird in Brüssel mit lediglich 25 % versteuert. Dazu kommen noch Spesen und Taggelder für die Anwesenheit bei Sitzungen.
Harald Vilimsky (FPÖ) schreibt zur Causa Brandstätter auf X: „Neues vom pinken Geister-MEP Helmut Faulstätter und seiner intensiven Arbeit im außenpolitischen Ausschuss des EP. Ging heute eh nur um das Verhältnis EU-UK.“
Helmut Brandstätter meinte bereits vor 5 Tagen zu den eher schlechten Anwesenheits-Daten: „Fleiß oder Faulheit eines Abgeordneten an der Teilnahme an Abstimmungen festzumachen ist absurd. Ob ich in einer Abstimmung bin oder nicht, hat mit meiner Tätigkeit ganz, ganz wenig zu tun.“



Credits: APA, Screenshot
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