Schilling nennt sich jetzt selbst „Antifa-Girly“

Schilling nennt sich jetzt selbst „Antifa-Girly“

Was Lena Schilling 2024 noch entschieden von sich wies, bekennt die Grünen-EU-Abgeordnete inzwischen ganz offen: die eigene Nähe zur Antifa. Auf Instagram bezeichnet sie sich nun selbst als „Antifa girly“ – ein deutlicher Bruch mit ihrer früheren Position.

Sieben Punkte als politisches Statement

In einem aktuellen Instagram-Beitrag unter dem Titel „7 Dinge, die ich als Antifa-Girl nicht mache“ präsentiert Schilling auf mehreren Folien ihre Sicht auf Politik und Gesellschaft. Gleich zu Beginn grenzt sie sich von der „extremen Rechten“ ab, die sie zwar nicht für dumm, wohl aber für „problematisch und organisiert“ halte. In den Kommentaren unter dem Beitrag wird allerdings kritisch nachgefragt, wen Schilling mit dem Begriff „extreme Rechte“ konkret meint.

Vom Dementi zur Selbstbezeichnung

Bemerkenswert an der aktuellen Wortwahl ist der klare Gegensatz zu Schillings Aussagen aus dem Jahr 2024. Damals war sie wegen ihrer Social-Media-Aktivitäten rund um die Antifa in die Kritik geraten. Wie exxpress.at seinerzeit berichtete, hatte Schilling mehrere Beiträge des Instagram-Accounts „antifa_w“ mit „Gefällt mir“ markiert – darunter einen Post mit der Aufschrift „Fuck the Police“. Auf eine entsprechende Anfrage der Deutschen Presse-Agentur stellte Schilling im Jänner 2024 klar: „Ob Mitgliedschaft oder nicht: Ich bin kein Teil dieser Organisation.“ Aus dieser damaligen Distanzierung ist nun, gut zwei Jahre später, zumindest sprachlich eine offensive Selbstbezeichnung geworden.

Eine ohnehin turbulente politische Vorgeschichte

Der aktuelle Vorstoß reiht sich in eine Reihe kontroverser Momente in Schillings bisheriger politischer Karriere ein. Bereits im Mai 2024, mitten im EU-Wahlkampf, hatte der „Standard“ über Vorwürfe berichtet, wonach die damalige grüne Spitzenkandidatin Gerüchte verbreitet, einen Journalisten diffamiert und Mitstreiter gegeneinander ausgespielt haben soll – Vorwürfe, die Schilling zurückwies. Wenige Wochen später sorgten dann geleakte Screenshots für neue Diskussionen, die sie erneut mit der Antifa-Szene in Verbindung brachten. Trotz der Kontroversen hielt Schilling an ihrer Kandidatur fest und zog im Juli 2024 ins Europaparlament ein.

Ob und wie sich die Grünen selbst zur jüngsten Wortwahl ihrer EU-Abgeordneten äußern, ist bislang nicht bekannt.

Credits: Parlamentsdirektion/ Ulrike Wieser

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