Nach seiner ersten Verurteilung wegen betrügerischer Krida, die mit einer nicht rechtskräftigen Haftstrafe von zwei Jahren endete, wird nun die zweite Anklage gegen René Benko konkret. Wie eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Innsbruck (OLG) gegenüber der APA bestätigte, wurden die Einsprüche gegen die zweite Anklage zurückgezogen. Auch Benkos Anwalt Norbert Wess bestätigte diesen Schritt.
Prozess noch im November?
Laut Informationen der APA könnte der zweite Prozess gegen Benko bereits im November starten – und das in Rekordzeit. Der Verhandlungstag soll nur einen Tag umfassen. Die Vorwürfe der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wiegen jedoch schwer: Es geht um einen Schaden von insgesamt 370.000 Euro. Benko soll Vermögenswerte beiseitegeschafft haben, um Gläubigeransprüche zu schmälern. Konkret handelt es sich um Bargeld in Höhe von 120.000 Euro sowie elf Luxusuhren, Manschettenknöpfe und weitere Wertgegenstände im Gesamtwert von 250.000 Euro. Diese sollen in einem Tresor im Haus von Benkos Angehörigen versteckt worden sein.
Mitangeklagte unter Verdacht
Wie oe24.at berichtet, ist Benko in diesem Fall nicht allein auf der Anklagebank. Eine Mitangeklagte soll ihm bei der Verschleierung der Vermögenswerte geholfen haben. Die genauen Hintergründe bleiben jedoch vorerst unklar, da weder das OLG noch Benkos Anwalt Wess Details zu den Gründen für den zurückgezogenen Einspruch nennen wollten.
Ein tiefer Fall
René Benko, einst als Immobilien-Mogul gefeiert, sieht sich nun mit einer weiteren schweren Anklage konfrontiert. Bereits die erste Verurteilung sorgte für Schlagzeilen, doch die zweite Anklage könnte das Bild des einstigen Vorzeigeunternehmers endgültig zerstören. Die Öffentlichkeit wartet gespannt auf den Prozess, der möglicherweise schon in wenigen Wochen in Innsbruck stattfinden wird.
Credits: APA
Neueste Kommentare