René Benko: Weihnachten in Freiheit? Anwalt kämpft für Freilassung

René Benko: Weihnachten in Freiheit? Anwalt kämpft für Freilassung

Die Weihnachtszeit könnte für René Benko, den Gründer des Signa-Konzerns, eine Wendung bringen. Sein Anwalt Norbert Wess zeigt sich optimistisch, dass Benko die Feiertage nicht hinter Gittern verbringen muss. „Es gibt sehr gute Argumente, dass René Benko nächste Woche freikommt“, erklärte Wess im Interview mit oe24. Doch wie realistisch ist dieses Szenario?

Die Hintergründe: Von Uhren, Manschettenknöpfen und Millionen

René Benko sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: betrügerische Krida. Laut der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll Benko versucht haben, Vermögenswerte vor Gläubigern zu verstecken. Im Fokus standen dabei zwei Luxusuhren, vier Paar Manschettenknöpfe und ein Schaden von rund 100.000 Euro. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs – die Ermittlungen umfassen einen Gesamtschaden von 300 Millionen Euro.

Im zweiten Prozess am Landesgericht Innsbruck wurde Benko teilweise schuldig gesprochen und zu 15 Monaten bedingter Haft sowie einer Geldstrafe verurteilt. Dieses Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Sein Anwalt hat bereits Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde angekündigt.

Anwalt Wess: „Keine Gefahr mehr“

Norbert Wess argumentiert, dass keine Gründe mehr für die Untersuchungshaft vorliegen. „Verdunkelungsgefahr scheidet nach zwei Monaten aus, auch Fluchtgefahr wurde vom Gericht verneint“, so Wess gegenüber oe24. Die Tatbegehungsgefahr, die das Gericht als Grund für die Haft anführt, hält Wess für unbegründet. „Benko wäre ein Narr, wenn er jetzt aus der Untersuchungshaft herauskommt und fröhlich irgendein malversives Verhalten setzen würde“, betonte er.

Entscheidung steht aus

Ob René Benko tatsächlich Weihnachten in Freiheit verbringen kann, liegt nun in den Händen des zuständigen Landesgerichts. Bisher wurden zehn Enthaftungsanträge abgelehnt. Doch Wess bleibt zuversichtlich: „Die Zeit der Untersuchungshaft kann später auf eine mögliche Strafhaft angerechnet werden.“

Die nächsten Tage werden zeigen, ob der Signa-Gründer die Feiertage im Kreise seiner Familie verbringen darf – oder ob er weiterhin in Einzelhaft im „Ziegelstadel“ in Innsbruck bleibt.

Quellen: oe24.at, meinbezirk.at
Credits: APA

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