Putin schmiedet neuen Militärpakt mit Syrien – Was steckt dahinter?

Putin schmiedet neuen Militärpakt mit Syrien – Was steckt dahinter?

Moskau/Damaskus – Es ist ein Treffen, das die Weltpolitik aufhorchen lässt: Russlands Präsident Wladimir Putin empfing die syrischen Außen- und Verteidigungsminister in Moskau, um die militärische und politische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern auf ein neues Level zu heben. Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtet, ging es dabei um nichts Geringeres als eine strategische Partnerschaft in der Rüstungsindustrie und die Modernisierung der syrischen Armee.

Ein Pakt mit Geschichte

Russland und Syrien verbindet eine lange, wenn auch umstrittene Geschichte. Jahrelang unterstützte Moskau den ehemaligen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Bürgerkrieg. Doch nach dessen Sturz durch die islamistische HTS-Miliz im Dezember 2024 gewährte Russland ihm und seiner Familie Asyl. Nun scheint sich die Ära des neuen syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa als Chance für eine noch engere Bindung zwischen den beiden Ländern zu entwickeln.

Militärstützpunkte als Schlüssel

Russland unterhält in Syrien zwei strategisch wichtige Militärstützpunkte: den Marinestützpunkt Tartus und den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim. Diese Basen sind die einzigen russischen Militärstützpunkte außerhalb der ehemaligen Sowjetunion und spielen eine zentrale Rolle in Moskaus geopolitischen Ambitionen. Laut der „Zeit“ betonte al-Scharaa bei einem Besuch in Moskau im Oktober, dass Syrien alle bisherigen Abkommen mit Russland einhalten werde.

Wirtschaftliche und politische Verflechtungen

Neben militärischen Themen standen auch wirtschaftliche und politische Fragen auf der Agenda. Wie SANA berichtet, sollen die Wirtschafts- und Investitionsbeziehungen zwischen den beiden Ländern gestärkt werden. Experten sehen darin einen Versuch Russlands, seinen Einfluss im Nahen Osten weiter auszubauen – ein Schritt, der in westlichen Hauptstädten sicherlich für Unruhe sorgen wird.

Was bedeutet das für den Westen?

Die Vertiefung der russisch-syrischen Beziehungen könnte weitreichende Folgen haben. Während die NATO weiterhin mit dem Ukraine-Krieg beschäftigt ist, nutzt Moskau die Gelegenheit, seine Position im Nahen Osten zu festigen. Wie n-tv berichtet, könnte dies auch Auswirkungen auf die Stabilität der Region haben, da Russland seine militärische Präsenz weiter ausbaut.


Quellen: oe24Zeitn-tv
Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x