Polit-Mord in Spanien: Ukrainischer Selenskyj-Kritiker erschossen

Polit-Mord in Spanien: Ukrainischer Selenskyj-Kritiker erschossen

Der Krieg um die politische Zukunft der Ukraine wird nun auch in Spanien ausgetragen: Der in Madrid im Exil lebende Selenskyj-Kritiker und Poroshenko-Berater Andriy Portnov (52) wurde von einem Killer mit fünf Schüssen ermordet.

Der frühere einflussreiche ukrainische Politiker Andriy Portnov, einst enger Vertrauter von Ex-Präsident Wiktor Janukowytsch, ist am Mittwoch mitten auf der Straße hingerichtet worden. In einem ruhigen Vorort der spanischen Hauptstadt endete das Leben eines Mannes, der einst im Zentrum der ukrainischen Macht stand – erschossen, als er seine Kinder zur Schule gebracht hat.

Ermordung mit fünf Schüssen

Der Mordanschlag geschah laut ersten Berichten gegen 9.15 Uhr Ortszeit im Stadtteil Pozuelo de Alarcón, nahe einer amerikanischen Schule. Mehrere Schüsse durchbrachen die morgendliche Stille, als ein Täter Portnov gezielt in den Rücken und den Kopf schoss. Fünf Projektile beendeten das Leben des Ukrainers, wie die spanische Polizei später bestätigte. Der Tatverdächtige, ein Motorradfahrer, flüchtete in ein nahegelegenes Waldstück, bislang fehlt von ihm jede Spur.

Rettungskräfte und Einsatzfahrzeuge sicherten den Tatort ab, während der Schock in der Umgebung tief saß. Die spanischen Behörden bestätigten die Identität des Getöteten, auch ukrainische Medien und Sicherheitsquellen in Kiew bestätigten: Der Mann war der einstige Machtstratege im Umfeld des 2014 gestürzten ukrainischen Präsidenten Janukowytsch.

Portnov lebte monatelang in Perchtoldsdorf

Andriy Portnov war in der Ukraine ein prominenter Politiker. Nach dem Machtverlust Janukowytschs im Jahr 2014 ging er zunächst nach Russland. Kurz vor der Wahl von Wolodymyr Selenskyj kehrte er in die Ukraine zurück, um sie nach dem russischen Überfall 2022 erneut zu verlassen. Von Russland kam er nach Österreich: In Wien bezog er ein 3,6 Millionen Euro teures Haus in Perchtoldsdorf (siehe: www.exxtra24.at/ermordeter-politiker-portnov-ukrainer-lebte-monatelang-in-wien/). Vor wenigen Monaten dürfte er zum Schluss gekommen sein, dass ihm dieses Versteck zu wenig Sicherheit bietet – er zog weiter nach Spanien.

Doch auch im Exil in Österreich und Spanien blieb Portnov aktiv: In der Ukraine führte er erfolgreich Prozesse gegen Medien, die ihn als „prorussisch“ bezeichneten. Selbst EU-Sanktionen wurden nach gerichtlichen Einsprüchen gegen ihn wieder aufgehoben. Die USA allerdings hielten 2021 an ihren Sanktionen fest.

Hart attackierte Oleksii Arestovych, der frühere Berater von Wolodymyr Selenskyj, nach Bekanntwerden des Mordfalls den ukrainischen Präsidenten: „Der politische Terror des Selenskyj-Regimes hat sich in unverhohlenen internationalen Terrorismus verwandelt; ein ukrainischer Staatsbürger wurde auf dem Territorium eines NATO- und EU-Landes getötet. Es wird interessant sein zu sehen, wie Selenskyjs „liebe europäische Partner“ darauf reagieren.“

Auch in Wien kam es erst vor drei Wochen zu einem Mord an einem ukrainischen Staatsbürger: Der Mann (29) wurde mit einem Messer schwer verletzt und ist dann bei einem vom Täter gelegten Brand in einem Bürohaus in der Wiener City erstickt. Bis heute hat die Polizei keine Daten zum Mordopfer bekannt gegeben – und noch immer gibt es keine Informationen über den Mörder.

Credits: Screenshotss

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