Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat angekündigt, ab 2025 eine verpflichtende Sommerschule für Kinder mit Sprachproblemen einzuführen. Ziel ist es, Sprachdefizite abzubauen und den Einstieg ins neue Schuljahr zu erleichtern.
Sommerschule als verpflichtende Maßnahme
In einem Interview mit der ZIB2 erklärte Bildungsminister Christoph Wiederkehr, dass Kinder mit Sprachproblemen ab 2025 verpflichtend an einer Sommerschule teilnehmen sollen. Diese Maßnahme soll zwei Wochen vor Schulbeginn stattfinden und intensiven Sprachunterricht bieten. Wiederkehr begründete dies damit, dass neun Wochen Sommerferien für Kinder, die kaum Deutsch sprechen, zu lang seien. „In dieser Zeit verlernt man in der Sprache ganz viele Dinge“, so der Minister. Wie oe24.at berichtet, soll die Sommerschule den betroffenen Schülern helfen, sprachlich besser vorbereitet ins neue Schuljahr zu starten.
Herausforderungen im Bildungssystem
Neben der Sommerschule sprach Wiederkehr auch über den anhaltenden Lehrermangel, insbesondere in Wien. Laut dem Minister gibt es zwar ausreichend Bewerbungen für offene Stellen, doch viele Neueinstellungen erfolgen durch Personen ohne abgeschlossenes Lehramtsstudium. „Das ist nicht zufriedenstellend“, räumte Wiederkehr ein. Diese Problematik könnte auch die Umsetzung der Sommerschule erschweren, da qualifizierte Lehrkräfte für den zusätzlichen Unterricht benötigt werden.
Credits: APA
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