Pensionsaufwand auf 50,5 Milliarden Euro gestiegen – Frauen-Antrittsalter steigt leicht

Pensionsaufwand auf 50,5 Milliarden Euro gestiegen – Frauen-Antrittsalter steigt leicht

Der aktuelle Rechnungsabschluss der Pensionsversicherung zeigt ein gemischtes Bild: leichte Verbesserungen bei der Gleichstellung, aber ein deutlich gewachsener Pensionsaufwand. Die FPÖ sieht darin ein „Regierungsversagen“.

Antrittsalter steigt, Gender-Pension-Gap sinkt leicht

Das durchschnittliche Pensionsantrittsalter von Frauen ist im vergangenen Jahr auf 60,7 Jahre gestiegen, wie aus dem Rechnungsabschluss der Pensionsversicherung (PV) hervorgeht. 2024 lag der Wert noch bei 60,2 Jahren. Bei Männern stieg das Antrittsalter nur minimal, von 62,3 auf 62,4 Jahre. Auch bei der Pensionshöhe wuchs der Abstand zwischen den Geschlechtern etwas zusammen: Frauen erhielten 2025 im Schnitt 1.948,50 Euro, Männer mit 2.880,70 Euro nach wie vor deutlich mehr. Der sogenannte Gender-Pension-Gap – die prozentuelle Differenz zwischen Frauen- und Männerpensionen – sank dadurch von 33,9 auf 32,4 Prozent.

Berechnet wurde das Antrittsalter für alle Eigenpensionen, also für Personen, die selbst in die Pensionsversicherung eingezahlt haben. Die Zahl der Pflichtversicherten wuchs im Jahresschnitt leicht von 3,68 auf 3,69 Millionen, die Summe der eingezahlten Beiträge stieg um fünf Prozent auf 40,7 Milliarden Euro. Nach einem Rückgang im Vorjahr sind die Pensions-Neuzugänge mit 109.276 wieder etwas höher.

Pensionsaufwand steigt um 6,8 Prozent

Deutlich gestiegen ist der Pensionsaufwand insgesamt: Er lag 2025 bei 50,5 Milliarden Euro, nach 47,3 Milliarden im Jahr davor – ein Plus von 6,8 Prozent. Die Ausfallhaftung des Bundes, also jener Betrag, um den die Aufwendungen der Pensionsversicherung die Erträge übersteigen, wuchs sogar um 17,5 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Für Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation inklusive Hilfsmittel gab die PV 1,5 Milliarden Euro aus, ein Plus von 4,8 Prozent. Der Verwaltungsaufwand sank dagegen auf 0,7 Prozent der Gesamtaufwendungen.

FPÖ: „Anschlag auf die finanzielle Grundlage unseres Sozialstaats“

Für FPÖ-Arbeits- und Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch sind die Zahlen ein „weiterer Beleg für das schwarz-rot-pinke Regierungsversagen, insbesondere am Arbeitsmarkt“, wie sie in einer Aussendung erklärte. Sie zeigten die Konsequenzen einer „verfehlten Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik“: Gebe es zu viele Arbeitslose, könnten diese nicht ins Pensionssystem einzahlen. „Das ist ein direkter Anschlag auf die finanzielle Grundlage unseres Sozialstaats“, so Belakowitsch. Über eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsalters wolle sie hingegen „gar nicht diskutieren“.

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