Parlamentarische Anfrage enthüllt Kosten für Kairoer Kunstprojekt

Parlamentarische Anfrage enthüllt Kosten für Kairoer Kunstprojekt

Eine Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Wendelin Mölzer an Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) bringt Details zu einem österreichisch finanzierten Kulturprojekt in Kairo ans Licht. Im Zentrum steht die Veranstaltung „Plasticphonia“ sowie die Frage, ob bei der Durchführung alles korrekt ablief.

Ein Musikprojekt aus recyceltem Material

Wie aus der Anfragebeantwortung hervorgeht, organisierte das Österreichische Kulturforum Kairo das Projekt im Rahmen seines Jahresprogramms und stellte dafür insgesamt 4.607,80 Euro bereit – vor allem für Honorar und Flugkosten der österreichischen Künstlerin Chrystn Hunt Akron. Konkret bauten dabei Jugendliche aus dem Kairoer Stadtteil Manshiyat Nasser in einem dreitägigen Workshop Instrumente aus recycelten Materialien, ehe die Ergebnisse künstlerisch präsentiert wurden. Bereits 2025 hatte das Kulturforum ein ähnliches Projekt mit derselben Künstlerin in Alexandria mit 3.002,89 Euro unterstützt.

Der brisante Veranstaltungsort

Besondere Aufmerksamkeit erhielt in der parlamentarischen Anfrage der konkrete Austragungsort: Die Veranstaltung fand im Kloster des „Heiligen Simon des Gerbers“ im Kairoer Stadtteil Mukattam statt. Nach dem in der Anfrage thematisierten Vorfall forderte die zuständige Zentralstelle eine Darstellung der Ereignisse vom Kulturforum an.

Ministerium: „Keine Mängel oder Fahrlässigkeit“

Die daraufhin durchgeführte Evaluierung ergab laut Ministerium keine Mängel oder Fahrlässigkeit seitens des Kulturforums. Der Ablauf sei bereits im Vorfeld mit Vertretern der Koptisch-Orthodoxen Kirche abgestimmt worden, bei den Proben seien zudem kirchliche Würdenträger anwesend gewesen.

Zusammenarbeit mit der Koptischen Kirche wird fortgesetzt

Konkrete Konsequenzen aus dem Vorgang zieht das Außenministerium nach eigener Darstellung nicht: Die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Kulturforum und der Koptischen Kirche in Kairo soll unverändert fortgesetzt werden. Die parlamentarische Anfrage bringt damit zwar die genauen Kosten und Umstände des Projekts erstmals umfassend ans Licht, ein Fehlverhalten konnte daraus aber nach Einschätzung des zuständigen Ressorts nicht abgeleitet werden.

Credits: BKA-Tarek Wilde

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